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Sabatini in Brasilien

Blatter getroffen und Gold erhalten

Der Telebielingue-Moderator Sandro Sabatini berichtet jeden Tag bei Radio Canal 3 von der WM in Brasilien. Am Montag war der Höhepunkt seiner Reise: Er hat eine Goldmedaille erhalten - von FIFA-Boss Sepp Blatter persönlich.

Sandro Sabatini hat sich selber im Stadion von Salvador mit seiner Goldmedaille fotografiert.

von Eva Berger

Wen würden Sie an der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien gerne persönlich kennenlernen? Höchstwahrscheinlich kommt Ihnen nicht als erstes FIFA-Präsident Sepp Blatter in den Sinn. Der Walliser gilt gemeinhin nicht als Sympathieträger. Das wusste der Berner Telebielingue-Moderator Sandro Sabatini sogar besser als andere. Denn für seinen Film «Joseph Blatter: Heil oder Unheil für Brasilien?» ist er mit der Kamera und einem Foto Blatters durch Brasilien gereist und hat die Einheimischen nach ihrer Meinung über den FIFA-Boss befragt (das BT berichtete). Die Antworten waren – gelinde gesagt – oft nicht schmeichelhaft. Dennoch: Sabatini wollte es genau wissen. Er bilde sich kein Urteil über jemanden, den er selber noch nie getroffen hat, sagte er Anfang Juni gegenüber «bielertagblatt.ch». Nun, jetzt ist er zur WMwieder in Brasilien, kennt inzwischen Blatter und kann erzählen.

«Zauberwort» bleibt geheim
Sabatini hatte sich am Wochenende per Email an die FIFA, respektive an Sepp Blatter direkt gewandt (siehe BT von gestern). Zwar hat er von seinem Film erzählt und gesagt, er hätte Lust, sich den Match Deutschland-Portugal zusammen mit Blatter anzusehen. Doch: «Ich habe  auch noch etwas anderes gesagt. Etwas, das wohl den  Ausschlag dafür gegeben hat,  dass mich die FIFA eingeladen hat», erzählt Sabatini am Telefon gegenüber dem BT. Wie  die Zauberformel lautet die es braucht, um derart reich beschenkt zu werden, sagt er nicht. Nein, das sei sein Geheimnis.

«Ein herzlicher, lustiger Typ»
So sass Sabatini also am Montag auf der Tribüne des Stadions von Salvador da Bahia. Und in der Pause lernte er in einer der VIP-Logen Sepp Blatter kennen. Ganz nebenbei erzählt Sabatini noch, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zugegen war, sowie der ehemalige portugiesische Star-Fussballer Figo, oder Uefa-Präsident Michel Platini. Unterhalten hat er sich aber vor allem mit Sepp Blatter. «Er ist ein herzlicher, lustiger Typ. Er kam mir sehr dankbar vor. Und er hat mir eine Goldmedaille geschenkt auf der ‹FIFA-Worldcup Brazil› steht», erzählt Sabatini. Warum er diese genau erhalten hat, weiss er nicht. Aber stolz darauf ist er (siehe Bild). Selber als Trainer und Spieler im Fussball aktiv, habe er Verständnis für die Arbeit Blatters. «Es gibt dort auch andere Aspekte als das, was in den Medien angeprangert wird», so Sabatini. Blatter habe ihn in der Logen erwartet, ihn mit Namen begrüsst und mit ihm über die FIFA, seine Arbeit, Neid bei Erfolg und den Fussball gesprochen. Sabatini ist begeistert.

Freude kam mit WM-Beginn
Es geht ihm aber auch gut in Brasilien: «Es ist wunderschön hier. Der Fussball wird hier richtig gelebt.» Von Unzufriedenheit in der Bevölkerung wegen der WM oder Protesten hat er nur wenig mitbekommen. «Wenn 50 Leute protestieren, ist das medienwirksam. Aber es ist nicht so, dass die ganze Bevölkerung dahinter steht.» Zudem würden diese Proteste auch unabhängig vom Sportanlass stattfinden. Vor der WM sei  allerdings die Begeisterung  bei vielen, mit denen Sabatini geredet habe, zugegebenermassen nicht gross gewesen. «Mit dem Beginn der WM kam aber die Freude.»  Neben den Brasilianern kämen die meisten Fussball-Touristen naturgemäss aus den Nachbarländern, 70 Prozent seien Südamerikaner, schätzt Sabatini. «Vielleicht ist es auch deshalb so lustig und fröhlich hier.»
Sabatini ist alleine in Brasilien unterwegs.  Er hat viele Bekanntschaften gemacht, er ist mit Ghanaern, Engländern und vielen Südamerikanern ins Gespräch gekommen. «Es tönt kitschig, aber alle feiern hier zusammen», sagt er. Für Sabatini ist das Fest bald schon vorbei. Am Freitag schaut er sich noch das Spiel Schweiz -Frankreich an. Und am Montag ist er bereits wieder im Telebielingue-Studio.

 

 

 

 

Tabellen, Resultate und das grosse Gewinnspiel:

www.bielertagblatt.ch/kicktipp

 

Kommentare

spirit off

Merci BT-Online! - Macht trotzdem mal Pause, es bremst die Arbeits- und Betriebsblindheit!


bt-online

Lieber spirit off. Gerne übermitteln wir Ihnen die Antwort von Julien Grindat, Programmleiter von Canal 3, auf Ihren Kommentar: Ein lokales Medium wie Radio Canal 3 hat natürlich weder das Interesse noch die finanziellen Mittel, einen eigenen Journalisten nach Brasilien zu entsenden. Unser Kollege Sandro Sabatini, der sich entschieden hat, seine Ferien während der Weltmeisterschaft in Brasilien zu verbringen, übermittelt uns freundlicherweise die Eindrücke, die er während seiner Reise sammelt. Wie mein Kollege Sandro Sabatini bin auch ich von Herzen Journalist. Und wie er würde auch ich meine Kollegen aus meinen privaten Ferien unterstützen, um unseren Hörern etwas Spezielles zu bieten. Wir arbeiten in einem Metier, das nie Pause macht – auch während unseren Ferien nicht. Liebe Grüsse, Julien Grindat, Programmleiter Canal 3


spirit off

... spielt Geld keine Rolle mehr beim sonst schon teuren 2 sprachigen Lokalradio, um sogar einen Sonderkorrespondenten an die WM in Brasilien zu senden, um auch von seinen "Kontakten" zu posaunen! (Die Lösung: er zahlte alles selber!?) Wird er am Montag auf rotem Teppich im Studio empfangen? In welchem Boulevarembiente konzessionieren wir, oder Bieler Medien suchen den Superstar?


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