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Regionalfussball

Wie die Deutschschweizer

Der Höhenflug von Azzurri Biel hält an. Die Italobieler siegen im umkämpften Derby gegen Büren mit 4:2 und sind mittlerweile seit elf Spielen ungeschlagen.

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Interview mit FC-Büren-Captain Swen Bärfuss

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mob. Bürens Assistent Ricardo Molina sieht das Unheil kommen. «Mir si gäng no nid parat Jungs», schreit er energisch auf den Platz. Es läuft die 12. Minute, eben ist Azzurri 1:0 in Führung gegangen, Makengo hatte die Bürener Abwehr düpiert. Und Azzurri drückt weiter, weshalb sich Molina veranlasst fühlt, seine Spieler zu wecken.
Diese Massnahme zahlt sich aus. In der 18. Minute kommt der Ball nach einem Freistoss zu Beyeler und der erzielt mit einem platzierten Schuss in die flache rechte Ecke den Ausgleich. Nun ist das Derby lanciert.

Die zwei Teams liefern sich eine packende Partie, was angesichts der Tabellenlage nicht überrascht. Azzurri kann mit einem Sieg bis an einen Punkt an Leader Tavannes/Tramelan herankommen, dessen Spiel verschoben wurde, Büren mit drei Zählern den Anschluss an die Spitzengruppe halten.
Vorläufiger Höhepunkt ist der Lattenschuss von Bürens Rüttimann (33.), fast im Gegenzug muss Fankhauser gegen Makengo klären. Und die Wege der beiden kreuzen sich in der 41. Minute wieder, diesmal aber kann der Büren-Keeper den Azzurri-Stürmer nur mit einem Foul stoppen, worauf dieser gleich selbst zum Elfmeter antritt. Dabei hatte Franz Beckenbauer einst davor gewarnt, dass der Gefoulte selber schiesst. Der Kaiser sollte Recht behalten:Makengo trifft nur den Pfosten. Trotzdem geht Azzurri mit einer Führung in die Pause. Denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte  trifft Rodriguez nach einem Freistoss unhaltbar zum 2:1.


Nach dem Seitenwechsel wird die Gangart ruppiger. Bis zum Schlusspfiff werden insgesamt zehn Spieler verwarnt. Trotzdem bietet die Partie weiterhin sehenswerte Szenen, beispielsweise das 2:2. Fankhauser lanciert mit einem weiten Auskick Mulaj, der verlängert den Ball mit dem Kopf über Azzurri-Schlussmann Daniele Persichini hinweg (63.) ins Tor. Doch sieben Minuten später liegen die Gäste schon wieder im Rückstand, weil sie Makengo nicht vom Ball trennen können. Es ist bereits sein achter Saisontreffer. «Ein Stürmer muss zeigen, dass er da ist und Tore schiessen», nennt er sein simples Rezept. Büren setzt nun alles auf eine Karte und drückt vehement auf den Ausgleich. Doch Mulaj (80.) und Manuel Scheidegger (88.) scheitern mit ihren Versuchen. Im Gegenzug nutzt Azzurri die Freiheiten in Bürens aufgerückter Abwehr und so setzt Luca Persichini mit dem 4:2 (90.) den Schlusspunkt.
«Wir haben wie Deutschschweizer gespielt und nie nachgegeben», sagt Rocco Cinotti und lacht. Wobei der Azzurri-Coach auch den Gegner lobt. «Büren ist eine sehr gute, zweikampfstarke Mannschaft, aber wir sind technisch etwas stärker und das hat heute wohl die Differenz gemacht.» Sein Team ist nun seit elf Partien ungeschlagen, was Cinotti auf die Leistungsdichte im Kader zurückführt. «Ich habe 20 Spieler, die ungefähr auf dem selben Niveau sind, damit bin ich sehr zufrieden.»Sein Gegenüber Albertoz Murtaj fasst die Partie wie folgt zusammen:«Wir waren läuferisch besser, doch sie haben Makengo.» Trotzdem ist er mit seinem Team in der Rückrunde zufrieden. «Ich denke, dass wir den schöneren Fussball als in der Vorrunde spielen.»

Wegen des starken Regenfalls konnten am Wochenende nur zwei Partien in der 2. Liga Gruppe 2 ausgetragen werden. Neben dem Seeländer Derby schlug Aegerten Brügg Develier 3:1. Damit figurieren die Aegerter neu auf Rang drei.    

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