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3. Liga

Ein Punkt als Lichtblick

Im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Jamil Baridi trotzt der FC Orpund Lengnau ein 1:1 ab. Trotzdem: Für die Orpunder steht noch viel Arbeit an.

Marco Oppliger

Ein Remis hat immer zwei Seiten. Manchmal ist es gerecht, meist ist aber eine der beiden Mannschaften mit dem Resultat schlecht bedient. Und genau so war es am Samstag auf dem Sportplatz Aare. 1:1 trennten sich der FC Orpund und Lengnau zum Rückrundenauftakt. Dieser eine Punkt bringt weder Schlusslicht Orpund noch Lengnau weiter. Denn Letztere liebäugeln mit dem zweiten Platz, doch dafür ist ein Remis gegen das Schlusslicht zu wenig.

 

Lengnauer Chancenplus

«Wir haben in der Vorbereitung wirklich hart gearbeitet», sagte Lengnau-Trainer Aldo Abrecht, «dafür kam heute zu wenig.» Wenn man weiterhin mit der Tabellenspitze mithalten und Leader Ins kitzeln wolle, müsse das Team solche Spiele künftig zu seinen Gunsten entscheiden. Aber Abrecht liess es sich nicht nehmen, auch den Gegner zu loben. «Orpund hat diesen Punkt nicht gestohlen, sie bewiesen heute Kampfgeist, ich wünsche ihnen viel Glück für den Ligaerhalt.»

Die Lengnauer hatten über die gesamten 90 Minuten mehr Spielanteile. Bereits in der 15. Minute brachte Yanick Röthlisberger dank einer Portion Glück die Gäste in Führung. Ein Orpunder wollte klären, traf aber seinen Rücken, und von dort prallte der Ball ins Tor. «Solche Treffer kassierst du nur, wenn du auf dem letzten Platz bist», haderte deshalb ein Zuschauer. Bigler (16.) und Torschütze Röthlisberger (24.) vergaben in der Folge gute Möglichkeiten, Fassberger (21.) scheiterte zudem an FCO-Keeper Boschetti. Danach fanden die Gastgeber den Tritt langsam wieder, und Glauser gab mit einem Lattenknaller (31.) einen ersten Warnschuss ab. Zwei Minuten später lag der Ball dennoch im Lengnauer Tor, Huser hatte nach einem Corner entscheidend abgelenkt.

Die zweite Halbzeit spielte sich dann mehrheitlich vor dem Orpunder Tor ab. Doch weil die Lengnauer mit ihren Chancen fahr- lässig umgingen, kam am Schluss noch einmal Hektik auf. Dies auch, weil die Orpunder bereits drei Wechsel vorgenommen hatten, als in der 87. Minute Zangger verletzt vom Feld musste. Mit zehn Mann und vollem Einsatz verteidigten sie aber ihren einen Punkt.

 

«Nicht nur Kanonenfutter»

«Am Schluss sind wir geschwommen, und mit diesen fünf Minuten in Unterzahl haben wir auch Glück gehabt», meinte Cedric Zürcher. «Aber wir haben auch ein Team gesehen, das wollte.» Das stimmt ihn trotz der angespannten Tabellenlage positiv. «Die Stimmung im Team ist gut, die Leute sind motiviert.» Da die Mannschaft jung sei, müsse man nun zurück zum einfachen Fussball finden, so der Captain. So sei auch der Ligaerhalt möglich, «gegen schwächere Teams können wir etwas reissen, wir sind nicht nur Kanonenfutter».

Zufrieden war fürs Erste auch Jamil Baridi, der neue Trainer des FC Orpund. «Wir haben zwar in der zweiten Halbzeit nachgelassen, aber insgesamt war es ein guter Auftakt.» Seit drei Wochen coacht er das Team nun. «Eine zu kurze Zeit für die Vorbereitung.» Denn mit dieser jungen Mannschaft brauche es viel Arbeit. Deshalb will der neue Orpunder Chef auch noch nicht vom Ligaerhalt sprechen. «Mein Ziel ist es, dass wir in der Saison 2014/2015 in der 3. Liga spielen können.» Und nächstes Jahr? «Das ist offen.»

 

 

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Stichwörter: 3. Liga, Regionalfussball

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