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2. Liga regional

Besa setzt auf Härte

Der FC Besa Biel hat letzte Woche endlich gepunktet. Am Sonntag soll gegen Büren mit mehr Kampfbereitschaft der Aufwärtstrend fortgesetzt werden.

Mit der nötigen Härte: Der FCBesa Biel (im Bild Nermin Kaplani in schwarz gegen Aarbergs Yanick Walther) will im Abstiegskampf vermehrt den Zweikampf suchen. copyright: olivier gresset/bieler tagblatt

von Moritz Bill

Die Durststrecke ist zu Ende. Nach fünf Niederlagen in Serie hat der FC Besa Biel vor einer Woche in Develier zum ersten Mal in der Rückrunde einen Punkt eingefahren. Früh 0:1 in Rückstand geraten, gelang den Biel-Albanern zehn Minuten vor Schluss der Ausgleich. «Unabhängig von unserer Niederlagenserie; ein Unentschieden auswärts ist immer eine gute Sache», sagt Besa-Trainer Hakan Bucak.
Mit der Aussage, dass die Abgänge von Kastriot Sheholli und Diako Safari in der Winterpause eine zu grosse Hypothek für den letztjährigen Aufsteiger gewesen sei, ist Bucak nur bedingt einverstanden. «Ausser bei der 1:8-Klatsche gegen Biel II sind wir in keinem Spiel untergegangen. Wir konnten mit den Gegnern mithalten, doch fehlte uns manchmal  das Wettkampfglück.»

Trainerwechsel kein Thema
Nebst dem unberechenbaren Glück dürfte Besas grösstes Problem im psychologischen Bereich liegen. Vergangene Saison wurde in der 3. Liga ein Sieg an den anderen gereiht. Und auch während der Vorrunde lief es den Biel-Albanern überraschend gut. «Meine Spieler waren es sich nicht gewohnt, oft als Verlierer vom Platz zu gehen. Mit jeder weiteren Niederlage wurde die Verunsicherung grösser», sagt Bucak.
Üblicherweise wird in einer solchen Situation auch  der Trainer zum Thema – nicht so bei Besa. Der Verein habe die Situation «nüchtern» und ohne Emotionen analysiert, beteuert Bucak. «Wenn wir uns nach dem Aufstieg verstärkt hätten, wäre die Situation eine andere. Aber da wir mehr oder weniger mit demselben Team in der höheren Liga angetreten sind, hat der Vorstand Verständnis, dass wir nun am Strich kämpfen müssen.»
Apropos Kampf: Darin sieht der Trainer ein weiteres Manko. Besa gilt als spielerisch starke Mannschaft. Doch fehlt es ihr manchmal an der nötigen Kampfbereitschaft. Seit ein paar Wochen wird im Training deshalb mehr Wert auf Zweikampfübungen gelegt, was auf dem Platz bereits Früchte getragen habe. «Wir müssen vermehrt versuchen, mit kampfbetontem Spiel beispielsweise ein 0:0 zu halten, anstatt der Attraktivität wegen das Tor zu suchen und dann in einen Konter zu laufen.»

Grünstern vor dem Aufstieg  
Gegen den letztplatzierten FC Büren streben die Biel-Albaner am Sonntag zuhause natürlich trotzdem drei Punkte an. Aber das Bucak-Team ist gewarnt. Das Schlusslicht gab in der letzten Runde mit einem Sieg gegen den Zweiten FC Aarberg ein eindrückliches Lebenszeichen von sich. «Büren hat nichts mehr zu verlieren und kann deshalb frei aufspielen.» Dass der Ligaerhalt rechnerisch aber immer noch möglich ist, sei für die Bürener eine zusätzliche Motivation, ist sich Bucak sicher.
Die restlichen Seeländer Mannschaften treffen am Wochenende auf jurassische Teams. Mit einem Sieg gegen Bévilard könnte sich der FCGrünstern bereits vier Runden vor Schluss den Aufstieg sichern. Voraussetzung dafür ist ein Unentschieden oder eine Niederlage des Verfolgers Aarberg gegen Cornol. Und auch mit einem Remis könnte Grünstern bei einer Niederlage Aarbergs dank der besseren Fairplay-Wertung schon feiern. So oder so:Dass die Ipsacher noch eingeholt werden, ist nahezu unmöglich.   

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