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2. Liga regional

Aarberg rollt das Feld von hinten auf

Zweiter Sieg in Folge für den FC Aarberg: Das Aebischer-Team siegt im Derby auf der Linde gegen einen harmlosen FC Aurore deutlich mit 3:0 und befindet sich damit im breiten Ranglisten-Mittelfeld.

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Daniel Martiny
 

Duell zweier Mannschaften, die nicht auf einen gelungenen Saisonstart zurückblicken können. Da ist einerseits der FC Aurore, der als Aufsteiger viel Lehrgeld zahlen muss und bisher punktelos geblieben ist. Andererseits der FC Aarberg, der zwar die ersten beiden Partien der neuen Spielzeit knapp verlor, schon damals aber gute Aktionen zeigte und schliesslich vor einer Woche mit einen knappen 1:0-Sieg über Schönbühl die ersten drei Punkte einheimste.
Wie würden sich die Aarberger in ihrem ersten Derby der Saison schlagen? Für das Heimteam von der Linde stand bereits das dritte Derby in Folge auf dem Programm, dies nachdem man gegen Besa und Azzurri verloren hatte.

 

Starker Spielertrainer
Beim Aufsteiger FC Aurore hängt im Moment noch zu vieles von Spielertrainer Alix Bahlouli ab. Der Mittelstürmer musste sich jedoch zu viele Bälle selbst erkämpfen, sah sich oft auf die Flügelposition abgedrängt und fand dann in der Mitte kaum eine Anspielstation. Und trotzdem: Die Welschbieler hielten zu Beginn der Partie gut mit und stürmten mit hohem Tempo auf das gegnerische Tor. Ein Abschluss gelang jedoch zu selten und so blieb die Mannschaft auch diesmal offensiv erfolglos. «Mit nur einem Treffer aus den vier Partien kann man natürlich keine Punkte gewinnen», sagte der Spielertrainer sichtlich enttäuscht.
Ganz anders der FC Aarberg. Auch wenn mit dem rekonvaleszenten Fabian Blaser der Sturmpartner von Fabian Schleiffer fehlt, kommt die Mannschaft nun langsam aber sicher in die Gänge und hat insgesamt sechs Treffer erzielt. «Natürlich fehlt Blaser, aber wir haben noch viele andere Offensivleute, die mich in der Sturmspitze mit guten Bällen lancieren können», sagt Fabian Schleiffer. In den ersten 45 Minuten sollte es jedoch noch zu keinen Treffern kommen. Die beste Tormöglichkeiten vergaben Vincent Jenni nach 20 Minuten per Weitschuss und Joep Wijler nach einer guten halben Stunde Spielzeit, nachdem dieser Goalie Breogan Espasandin raffiniert ausgespielt hatte, den Ball jedoch knapp neben den Pfosten setzte. Ausserdem kam auch Schleiffer kurz vor der Pause zu seiner ersten grossen Chance: Der Stürmer erobert sich das Leder im Laufduell, lässt zwei Verteidiger stehen, zieht in die Mitte, sieht jedoch seinen Schuss von Espasandin mirakulös abgewehrt. Der Aurore-Goalie hatte damit in der ersten Halbzeit einige Chancen der Gäste souverän vereitelt.

 

Der Vollstrecker
Fabian Schleiffer, letzte Saison der interne Torschützenkönig der Aarberger, hatte bisher erst im Auftaktsspiel auf der Aarolina gegen Kirchberg getroffen. Im Derby gegen Aurore änderte sich das in Halbzeit zwei. In der 52. Minute gelang Schleiffer auf unwiderstehliche Art und Weise der Führungstreffer. Auf diesen Rückstand hin reagierte Aurore vehement und übernahm während den nächsten rund zehn Minuten klar das Spieldiktat, ohne jedoch zu reüssieren. 
Nach einer hohen Flanke von Yanick Walther auf den Kopf von Fabian Schleiffer hiess es nach einer guten Stunde 2:0. «Endlich, ich treffe wieder. Ein schönes Gefühl, der Mannschaft auf diese Weise helfen zu können.So kann es weitergehen», meinte der Torschütze, der mit seinen zwei Treffern die Weichen auf Sieg stellen konnte. 
Das zweite Aarberger Tor war sowieso nur eine Frage der Zeit gewesen. Zu eingeschüchtert und harmlos agierten die Gastgeber des FC Aurore in der Folge. Erst recht, als der eingewechselte Thierry Schwab in der Schlussphase noch zum 3:0 reüssierte. «In unserer Situation war dies mehr als ein Pflichtsieg», resümierte Fabian Schleiffer. «Wir sind wieder da und rollen das Feld nun hoffentlich von hinten auf.»
Zufrieden zeigte sich auch Aarberg-Trainer Marco Aebischer: «Wir sind nun im breiten Mittelfeld angekommen. Der Sieg freut mich, hätte aber auch höher ausfallen können.
Für den FC Aurore steht am übernächsten Samstag bereits das vierte Derby in Serie auf dem Programm. Die Welschbieler gastieren beim FC Nidau, dem der Saisonstart ebenfalls missraten ist. Der FC Aurore will auf der Burgerallee punkten, mit dem Wissen, dass die Situation ansonsten sehr brenzlig wird.

 

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Die Szene

Das erste Tor auf der Linde fiel in diesem Derby erst in der 52. Minute. Dabei hätte es nach neun Minuten bereits 1:1 stehen können. Vorerst übersah der Unparteiische im Aarberger Strafraum ein klares Handspiel. Da nutzten auch die lautesten Reklamationen der Welschbieler nichts. Quasi im Gegenzug wurde Aarbergs Wijler in aussichtsreichster Position von den Beinen geholt. Ein Penaltypfiff blieb ebenso aus. Vielleicht ausgleichende Gerechtigkeit? Nichtsdestotrotz muss aber auch gesagt werden, dass das Schiedsrichter-Trio das Geschehen jederzeit im Griff hatte, zu keiner Zeit Hektik aufkommen liess, nur zwei gelbe Karten aussprechen musste und das Spiel souverän über die 90 Minuten führte.  dmb

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