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FC Biel

"Ich kann die Verantwortung nicht mehr übernehmen"

FCBiel Präsident Toni Sanktjohanser hat demissioniert und stellt sich nicht zur Wiederwahl. Mehrheitsaktionär Carlo Häfeli dürfte neuer Präsident werden.

Der FC Biel erhält einen neuen Präsidenten. Bild: acv

Beat Moning


Die Demission von Toni Sanktjohanser kommt nicht völlig überraschend. Am Mittwoch, nach dem 3:0 über YB, teilte er seinen Entscheid dem neuen starken Mann beim FCBiel, Carlo Häfeli, mit. «Die letzten Wochen haben mir aufgezeigt, dass ich dieses Amt nicht übernehmen kann und auch nicht mehr will», sagt Sanktjohanser. Im Wissen, dass Mehrheitsaktionär Carlo Häfeli und der neu und ebenfalls noch zu wählende Bruno Waller seit geraumer Zeit das Sagen haben. Eine Marionette wolle er nicht sein, dafür habe er in den letzten sechs Monaten zu viel Herzblut in den FCBiel gesteckt, so Sanktjohanser. «Der FCliegt mir wirklich am Herzen. Die Entwicklung zeigt, dass dies nicht mit meinen Vorstellungen zusammenpasst.» Carlo Häfeli wollte erst gar nicht in den VR, dann nur als Mitglied und schliesslich als Präsident. «Das ist sein gutes Recht.» Er wurde halt immer mehr. Auch sei zu Beginn der Diskussionen von zwei, drei Spielern die Rede gewesen, die Häfeli platzieren möchte. Inzwischen seien es auch mehr Spieler.
Der FCBiel hat in den letzten Wochen massiv aufgerüstet und 13 neue Akteure geholt. Zwei dürften noch dazu kommen.  Von Zahlen sei bislang nicht gross die Rede gewesen. Toni Sanktjohanser steht dazu, wenn er unmissverständlich sagt: «Es fehlt mir der Überblick. Ich kann diese Verantwortung im Verwaltungsrat nicht mehr übernehmen.» Er hätte gerne weitergemacht, «weil ich und Daniel Hinz in den letzten Wochen alles dafür getan haben, dass es den FCBiel weiterhin gibt.» Nach dem überraschenden Aus von Servette und dem Ligaerhalt am grünen Tisch sei Carlo Häfeli ein Glücksfall. «Ich denke, die neuen Leute wissen, was sie tun. Sie müssen für die neue Equipe und den Klub nun die Verantwortung übernehmen», sagt Sanktjohanser weiter.
Und hofft, dass auch der neue Verwaltungsrat mit regional verwurzelten Personen besetzt sein wird. Dem FC bleibe Sanktjohanser wohlwollend treu. Mit seiner Firma, der Autogarage Faes AG, und jener von Thomas Hurni, der im VR verbleiben dürfte, habe er auch einen Logenanteil übernommen. Will heissen, bei jedem Heimmatch in der Tissot Arena einen 8er Tisch in der VIP-Loge reserviert. Ebenfalls nicht mehr zur Wiederwahl stellt sich an der Generalversammlung vom 20. Juli Finanzchef Dominik Borner, dies aus beruflichen Gründen.

Kommentare

wilsch28

...apropo VERATWORTUNG: Die leidige Geschichte mit den Pyros hat soeben beim Vorbereitungsspiel Biel:Luzern auf der Gurzelen in den primitiivsten Bieler Rängen auch Feuer gefangen...


Beny

Grundsätzlich muss man der neuen sich abzeichnenden Führungscrew das Vertrauen schenken. Wichtig ist die Transparenz! An mangelnder Transparenz ist die letzte Crew u.a. gescheitert. Wichtig ist auch eine lokale Verankerung nicht zuletzt bei den Spielern. Dafür muss noch mehr getan werden. Ein weiteres Ziel könnte sein doch ein breiter abgestütztes Aktionariat anzustreben. Wir sind froh, dass sich Hr. Häfeli so engagiert. Damit ist ein Anfang gemacht um mittelfristig an Strukturen zu arbeiten, die längerfristig das Bestehen des Vereins auf einem guten Niveau sichern. Beny


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