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FC Biel

Bieler Punktgewinn 
mit Rumpfteam

Obwohl er erneut die Absenzen von acht Akteuren zu beklagen hatte, holte sich der FC Biel in der 1. Liga 
beim heimstarken Luzern II ein 
torloses Remis. Unter diesen Umständen ein gewonnener 
und nicht zwei verlorene Punkte.

Symbolbild: Pixabay

Die Ausgangslage präsentierte sich für den FC Biel einerseits verheissungsvoll, hatte doch das Spitzentrio am Samstag allesamt zwei Punkte abgegeben, sodass die Chance winkte, etwas näher zu diesem aufzurücken. Anderseits kompromittierten aber die zahlreichen Absenzen von Stammspielern diese Chance handkehrum arg. Zu den zwei Gesperrten und fünf Verletzten gesellte sich beim Einlaufen auch noch Fleury, und während der Partie mussten zusätzlich Safari und Mourelle mit Blessuren ausgewechselt werden. Unter diesen Bedingungen hat sich das Team beim heimstarken Luzern (es holte 16 seiner 23 Punkte auf heimischem Terrain) wacker geschlagen.

«Mentalität und Einstellung stimmten, man hat motiviert gekämpft und versucht, die vielen Absenzen mit doppeltem Kampfgeist zu kompensieren», attestierte Trainer Kurt Baumann denn auch seiner Equipe. In der 1. Halbzeit besassen die Bieler eher die leicht besseren Möglichkeiten, in der zweiten lag dieser Vorteil bei den Innerschweizern, wobei aber die diesmal sattelfeste Gästeabwehr nur wenig Gefährliches zuliess und Schittenhelm wie sein Gegenüber sehr sicher wirkte. Die grösste Chance, die Partie zu entscheiden winkte aber Nolan Nuzzolo in der 80. Minute, als er, perfekt in die Gasse geschickt, aus 14 Metern alleine vor dem Luzerner Goalie darüber schoss. Im Übrigen waren beidseits bei ausgeglichenem Spielgeschehen nur sehr rare klare Einschussmöglichkeiten zu verzeichnen. Einen gelungenen «Last-Minute»-Einstand in der Startformation (für den beim Einlaufen an der Leiste verletzten Fleury) feierte der von einem türkischen Drittligisten gekommene Kameruner Joel Agmagma.

«Er war sehr präsent, eroberte manchen Ball, gewann viele Zweikämpfe und agierte defensiv solid. Zudem unterliefen ihm nach vorne kaum Fehler», lobte Baumann seine Neuerwerbung. Eines ist aber im bisherigen Verlauf der Rückrunde trotzdem klar geworden: Will Biel nächste Saison ernsthaft und ambitioniert um die Teilnahme an den Aufstiegsspielen in die Promotion League mitspielen und dort dann auch mithalten, bedarf er noch mindestens drei bis vier bestandene, starke und erfahrene Akteure, ansonsten das Kader zu knapp bemessen und klassemässig zu wenig ausgeglichen ist. prb

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