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Simona Aebersold schreibt Geschichte

Die 17-jährige Simona Aebersold hat an der Nachwuchs-WM in Norwegen im Sprint die Goldmedaille gewonnen. Das hat vor der Brüggerin noch keine Schweizerin geschafft.

Simona Aebersold gewinnt als erste Schweizerin Junioren-WM-Gold im Sprint. zvg

Was für ein Auftakt zu den Junioren-Weltmeisterschaften in Norwegen: Die erst 17-jährige Simona Aebersold siegte im Sprint. Ohne sich dessen bewusst zu sein, hatte Simona Aebersold zum Auftakt der Junioren-WM in Rauland (No) Orientierungslaufgeschichte geschrieben. Das strahlende Lächeln der JWOC-Debütantin (Junior World Orienteering Championship) schien fast schon unschuldig – als 17-Jährige ist Aebersold die zweitjüngste OL-Juniorenweltmeisterin aller Zeiten und zugleich die erste Schweizer Juniorin, die je in der Sprintdisziplin Gold gewinnen konnte. Die Brüggerin bescherte der Schweizer Delegation den perfekten Auftakt zu den Titelkämpfen und Aebersold war von ihrem Coup selbst überrascht: «Nicht im Traum dachte ich daran, hier unter die ersten drei zu laufen.» Obwohl sie das Küken im Schweizer Team ist, sei sie keineswegs unbeschwert, vielmehr extrem nervös ins Rennen gestartet.

Neuauflage des Duells
Früh in den Wettkampf gestiegen, stellte Aebersold auf dem anspruchsvollen Kurs mit äusserst kniffligen Routenwahlen eine Zeit auf, an der sich sämtliche Konkurrentinnen die Zähne ausbissen – auch die amtierende Sprintweltmeisterin Heidi Mårtensson. Das Duell zwischen der Norwegerin und der Schweizerin war gewissermassen die eine Generation später stattfindende Neuauflage eines Kräftemessens zwischen den Familien Mårtensson und Aebersold. Anfangs 90er-Jahre waren bereits ihre Väter Jörgen Mårtensson respektive Christian Aebersold an den Weltmeisterschaften gegeneinander angetreten.
«Ich habe keinen Fehler gemacht», platzte die grosse Freude im Ziel über den fulminanten Lauf aus Simona Aebersold heraus. Dennoch sprach sie von einer schwierigen Bahnanlage, bei der die Routenwahlen schwer vorauslesbar gewesen seien und zwischendurch habe sie unterwegs an ihren Entscheidungen gezweifelt. «Ich dachte mir, der Wald ist nicht immer gleich gut belaufbar», deshalb zog Aebersold grundsätzlich Routen über Strassen vor. Heidi Mårtensson büsste auf den ersten vier Posten eine halbe Minute auf ihre Schweizer Kontrahentin ein, drehte dann aber mächtig auf und wäre beinahe noch an Aebersolds vorgelegte Zeit herangekommen.

Kerstin Ullmann disqualifiziert
Ebenfalls eine gute Zeit stellte Kerstin Ullmann auf. Die Nidauerin betrat allerdings im Schlussteil kurz ein Sperrgebiet, was eine Disqualifikation zur Folge hatte. Sie hätte die sechstbeste Zeit aufgestellt. Im Männerrennen verpassten Thomas Curiger und Tobia Pezzati die geteilte Bronzemedaille mit derselben Zeit um sieben Sekunden. Sowohl der Zürcher wie auch der Tessiner wollten jedoch keine Sekunde dem verpassten Podium nachtrauern. Im Gegenteil – beiden stand die vollste Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben.«Ein Diplom an der WM ist einfach grossartig», empfanden die beiden unisono. Nach der Laufanalyse dürfte zumindest Pezzati doch ein wenig der Medaille nachtrauern: Mit Ausnahme zweier Routenwahlposten lag er bei sämtlichen Postenabschnittszeiten auf Tuchfühlung mit dem späteren Weltmeister Tim Robertson. Für weitere Top-Platzierungen aus Schweizer Sicht sorgten Paula Gross (7. Rang), Sofie Bachmann (9.) sowie Lisa Schubnell (11.), Sven Hellmüller (12.) und Joey Hadorn (13.).
Heute stehen in Rauland die Finalläufe über die Mitteldistanz auf dem Programm. Am Donnerstag finden die Langdistanz-Rennen statt, ehe am Freitag mit der Staffel der letzte Wettbewerb ausgetragen wird. 

Yann Schlegel/bil
 

Kommentare

liazumbuehl

Herzliche Gratulation!! Einfach eine Glanzleistung!! :-)


jost.rindlisbacher

Herzliche Gratulation Frau Aebersold. Erstaunt mich aber ganz und gar nicht, den ds Mami und der Papa waren ja auch sehr erfolgreiche OL Läufer. Weiter so, und !! wenns mal nicht so gut geht , nicht verzweifeln, dran bleiben, ja vielleicht werden Sie Simona Aebersold mal eine ganz grosse OL Läuferin. Viel Glück


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