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EHC Biel

Biel verliert Lüthi und Spiel

Der EHC Biel hat in Rapperswil-Jona nach 3:0-Führung mit 3:5 verloren. Schon vor dem Spiel gab es eine Hiobsbotschaft, denn Biels Flügelstürmer Fabian Lüthi wird wegen einer Operation an einer Hüfte den Rest der Saison verpassen.

Einen Schritt zu spät: Die Bieler bauten nach einer Dreitore-Führung den Gegner wieder auf. Bild: Keystone

Vor dem Spiel:

 

nach dem Spiel:

 

 

Vor der Partie in Rapperswil-Jona gab es beim EHC Biel eine Hiobsbotschaft: Fabian Lüthi kann in dieser Saison keine Spiele mehr bestreiten. Der 30-jährige Flügelstürmer muss sich einer Operation an der Hüfte unterziehen. In der noch jungen Saison hat er nur elf Wettbewerbsspiele absolvieren können. In sechs Meisterschaftspartien blieb er ohne Skorerpunkt, in total vier Begegnungen der Champions Hockey League und einem Cupspiel realisierte er jeweils einen Assist. Sein Vertrag mit dem EHC Biel läuft bis am 30. April 2021.

«Seit zwei, drei Wochen hat er zunehmend Probleme mit seiner Hüfte», so Sportchef Martin Steinegger. «Deshalb hatten wir auch Tino Kessler bis Weihnachten verpflichtet, um temporär Ersatz zu haben. Leider hat der Spezialist, bei dem Fabian in Behandlung ist, unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt.» Heute soll Lüthi bereits operiert werden.

Damit wird er unter anderem die Achtelfinals in der Champions League verpassen, die Biel gegen den DEL-Verein Augsburger Panthers bestreitet. Die genauen Daten für die beiden Partien, die jeweils an einem Dienstag ausgetragen werden, sind gestern kommuniziert worden. Das Hinspiel ist am 12. November um 19.30 Uhr in Augsburg angesetzt worden, das Rückspiel eine Woche später am 19. November in der Tissot Arena.

Tanner zurückgekehrt

Im gestrigen Spiel mussten sich die Bieler gegenüber ihrem letzten Meisterschaftsauftritt in Davos steigern, um den ersten Saisonsieg gegen die aufstrebenden Rapperswil-Jona Lakers anzuvisieren. Da Biels Absenzenliste inzwischen wieder grösser geworden ist, erhielten andere Spieler eine Chance. Unter anderem Tanner, der kurzfristig vom gestern spielfreien HC La Chaux-de-Fonds zurückgeholt worden ist und so zu seinem vierten Meisterschaftseinsatz für seinen Stammverein kam. Laut Steinegger sei mit La Chaux-de-Fonds vereinbart worden, dass Tanner fünfmal mit Biel in der Meisterschaft auflaufen kann.

Im Wissen um Rapperswils Stärken drückten die Bieler gleich von Beginn an auf das Tempo und spielten sich durch die gegnerischen Reihen. Nur 32 Sekunden waren verstrichen, als Pouliot zurück vor das Tor passte, wo Rajala den Rappi-Keeper Nyffeler in der näheren Ecke erwischte. Ebenso cool war das 2:0 von Hügli, der alleine anstürmend regelwidrig von Antonietti zurückgehalten worden war und den fälligen Penalty souverän verwertete.

Biel führt mit Hügli Gespräche

Hügli, der vorletzte Saison mit den Rapperswilern aufgestiegen war und den Schweizer Cup gewonnen hatte, liess sich bei seinem Versuch nicht von den Pfiffen des einheimischen Publikums ablenken. Biel möchte den Ende dieser Saison auslaufenden Vertrag mit ihm verlängern. «Wir sind mit Hügli im Gespräch», sagte Steinegger. Allerdings seien auch andere Vereine an Hügli interessiert, der sich noch ein wenig Zeit lassen will und auch gestern in der ersten Sturmlinie neben Pouliot und Rajala einen guten Eindruck hinterliess. Schneider, der an Stelle des angeschlagenen Ullström in die Stammformation zurückgekehrt war, besass ebenfalls eine ausgezeichnete Chance, liess dabei aber die nötige Kaltblütigkeit der beiden Torschützen vermissen. Grosse Coolness bewies dagegen nur zwanzig Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels Pouliot, der durch die lethargische Lakers-Abwehr tänzelte und sehenswert zum 3:0 abschloss.

Die Partie schien früh vorentschieden zu sein, ehe die Bieler mit Strafen ihren Gegner noch einmal aufbauten. Vorerst hatten diese noch keine Konsequenzen, denn das vermeintliche 1:3 in Überzahl durch Dünner wurde nach Videokonsultation wegen Torhüterbehinderung nicht gegeben und der von Forster verschuldete Penalty, den Kristo ausführte, eine sichere Beute Hillers. Doch die Ausschlüsse konnten auf die Dauer nicht gut gehen.

Am Freitag zuhause gegen Bern

Sekunden, nachdem Schneider die Strafbank verlassen hatte, schoss Clark den ersten Treffer für die Gastgeber. Rapperswil war definitiv zurück im Spiel und glich innerhalb von knapp drei Minuten aus. Als dann Clark in Überzahl mit einem Trickschuss zwischen den eigenen Beinen hindurch Rapperswil erstmals in Führung brachte, machten die Bieler lange Gesichter. Vukovic setzte mit dem 5:3 ins leere Tor den Schlusspunkt für die nie aufgebenden Lakers. Gelegenheit zur Wiedergutmachung hat Biel am Freitag vor eigenem Publikum im Derby gegen Bern.

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Telegramm:

Rapperswil-Jona Lakers - Biel 5:3 (0:2, 1:1, 4:0)
St. Galler Kantonalbank Arena. - 3341 Zuschauer (Saisonminusrekord). - SR Dipietro/Müller, Progin/Cattaneo.
Tore: 1. (0:32) Rajala (Pouliot) 0:1. 6. Hügli 0:2 (Penalty). 21. (20:20) Pouliot (Rathgeb) 0:3. 37. Clark (Hächler) 1:3. 52. Rowe (Forrer) 2:3. 55. Egli (Randegger) 3:3. 56. Clark (Wellman, Simek/Ausschluss Neuenschwander) 4:3. 60. (59:14) Vukovic (Dufner) 5:3 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 5mal 2 plus 10 Minuten (Wüest) gegen Biel.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Vukovic, Dufner; Hächler, Maier; Egli, Randegger; Antonietti, Schmuckli; Wellman, Dünner, Kristo; Clark, Rowe, Simek; Mosimann, Schlagenhauf, Forrer; Hüsler, Ness, Casutt.
Biel: Hiller; Rathgeb, Forster; Fey, Salmela; Moser, Kreis; Sataric; Hügli, Pouliot, Rajala; Schneider, Fuchs, Tschantré; Riat, Neuenschwander, Kessler; Ulmer, Tanner, Wüest.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Cervenka, Profico und Schweri (alle verletzt), Gähler und Spiller (überzählig), Biel ohne Lüthi (verletzt/Saisonende), Brunner, Gustafsson, Ullström (alle verletzt), Cunti, Kohler (beide krank), Künzle (gesperrt), Prysi (Ajoie) und Karaffa (überzählig). Tor von Dünner wegen Torhüterbehinderung von Clark aberkannt (29.). Kristo scheitert mit Penalty an Hiller (31.). Pfostenschuss Dufner (46.). Timeout Biel (35.) und von 57:49 bis 59:14 ohne Torhüter.

Mehr zum Spiel und zur Verletzung von Fabian Lüthi im BT vom Mittwoch und im E-Paper

Kommentare

MonsieurPompidou

Lustig wie sie alle aus den Löchern gekrochen kommen, wenn es unserem EHCB mal nicht rund läuft und es etwas zu kritisieren gibt! Wenn Biel top spielt und gewinnt, hört man vom selben Volk grad gar nix!!


manolo

ich hoffe doch sehr, das sich die Verantwortlichen des EHCB einsetzten mit einem Protest, gegen die 3 Spielsperren von Künzle! Der Spieler steht in Verhandlung über eine Weiterverpflichtung! Wenn man also Künzle gerne behalten will, zeigt man mit einem Rekurs seine Wetschätzung am Spieler! Den die ausgesprochene Strafe des Verbandes ist viel zu streng für ein nicht geandetes unabsichtliches Foul!


jost.rindlisbacher

Hoffen wir das die Giele den Start am Freitag gegen den SCB nicht verpennen. Der Doch so grosse SCB tumpelt am Strich herum, und Herr Lüthi wird sich die Haare raufen.Kann mir ein schmunzeln nicht enthalten. Also Jungs die Lunge auskotzen , und seckle bis zum Umfallen. der SCB wäre zu packen,....aber es muss halt zuerst gespielt werden...und bitte nicht mehr so absolut dämliche Strafen einkassieren,alles klar..???


Cogitare

@jost.rindlisbacher: Ich gebe ihnen Recht, dass ich wohl in einigen Aussagen ein wenig harsch war (Frust pur). Aber ich denke wirklich, dass die Mannschaft sich ernsthaft fragen sollte, wieso Partien wie zuletzt geben Rappi zustande kommen. Überheblichkeit? Ich hoffe von ganzem Herzen, dass das Team zusammenrückt und über den Kampf füreinander wieder auf den richtigen Weg zurückfindet. Fabian Lüthi wünsche ich für die anstehende OP und die Genesung nur das Beste. Auch allen anderen verletzten Spielern des EHCB wünsche ich gute Besserung und dass sie bald vollständig genesen auf's Eis zurückkehren können. Içi c'est Bienne!


peschenelly

Peinlich nur noch peinlich.


jost.rindlisbacher

Werte Kommentatoren. Eure Meinungen geben mir zu denken.Klar ist es unverständlich das man eine 3 .0 Führung Preis gibt.Die Giele haben eben mit schlafen begonnen.Zudem muss Hiller 2 Tore , zwei gewaltige faule Eier auf sich nehmen. Werte Schreiber wo bleibt Euer Fair Play. Kann nun mal passieren, dürfte aber nicht, einverstanden. Das Biel im Cup gegen Ambri am Sonntag inner 9 Minuten 3 Tore erziehlt hat, von dem spricht niemand mehr .


resu21

zum Kommentar von Cogitare ist nichts mehr hinzu zu fügen!!! Wo er recht hat, hat er recht.


Biennensis

Unser EHCB verliert nach einer 3:0-Führung (Timeout Törmänen!) mit 3:5. Eine kleine Info meinerseits an die Eishockeyspieler ("Horror-Clown's") des EHC Biel-Bienne: Halloween ist übrigens erst am 31. Oktober. :-) PS: Es spricht Bände, dass ein Trainer (Törmänen) - nach einer 3-Tore-Führung - ein Timeout nehmen muss...


Cogitare

Was für eine verdammte Frechtheit, der Auftritt dieses EHCB in diesem Spiel gegen Rappi aber auch schon bereits gegen Ambri und Davos, Es scheint, dass die "aktuelle" Tabellensituation wohl der Mannschaft in den Kopf gestiegen ist und man denkt, sich nicht mehr anstrengen zu müssen? Unglaubliche Stümperhaftigkeit, sich nach einer 3:0 Führung derart vorführen zu lassen und in den letezten 8 Min. des Spiels 3 Tore zu kassieren. Es ist wohl an der Zeit, dieser Mannschaft ganz gewaltig in der Allerwertesten zu treten und daran zu erinnern, dass sie Leistung zu zeigen haben. Eine Frechheit sondergleichen gegenüber jedem Fan, was in letzter Zeit von dieser Truppe geleistet wird.


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