Sie sind hier

Tennis

Seeländerin wird Schweizer Meisterin in der U14-Kategorie

An den Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaften in Kriens holt die 13-jährige Ipsacherin Kenisha Moning in der U14-Kategorie die Goldmedaille. Es ist ihr dritter SM-Titel insgesamt.

Ein Team steht für zwei Goldmedaillen. Bild: zvg

Nach 2015 (U10) und 2018 (U12) feierte Kenisha Moning vom TC Schlossmatte/TC Dufour am Wochenende im Sportpark Pilatus in Kriens ihren dritten Meistertitel, den ersten in der Halle. 2018 verlor sie noch den Final gegen Nina Andreoni. Erstmals ging sie als Nummer 1 in die entscheidende Phase. «Das war neu für mich und ich war schon etwas nervöser als sonst», blickte die Sportschülerin vom Oberstufenzentrum Mett-Bözingen zurück. Glücklich, dass sie es geschafft hat. «Das gibt mir viel Motivation für den weiteren Verlauf in diesem Jahr.»

Seeländer-Duell im Halbfinal

Nach einem Freilos und einem Forfaitsieg im Achtelfinal (die Gegnerin wurde in der Nacht auf den Spieltag krank) setzte sich Moning zuerst gegen die Baslerin Jelena Meyer mit 6:1 und 6:2 durch. Härter verlief es nicht unerwartet am Sonntagmorgen gegen die talentierte Lara Cebic vom Tennisclub Lengnau, die neu in der Academy Dedial in Birrhard trainiert. Die ein Jahr jüngere U12-Meisterin von 2017 und Kenisha Moning von der Swiss Tennis Academy in Biel lieferten sich einen spannenden ersten Satz mit einem 6:3-Ausgang für die Ipsacherin. Moning verlor dann im zweiten Satz den Faden und verlor schliesslich mit 1:6. «Ich wollte dort weiterfahren, wo ich aufhörte. Aber ich beging auf einmal zu viele Fehler und Lara spielte besser», resümierte sie diese Phase um den Einzug ins Finale. Sie habe sich dann rechtzeitig auf den Entscheidungssatz konzentriert. Die Rechnung ging auf. Gleich mit einem 6:0 konnte sie den dritten Satz für sich buchen. Auch im Final gegen die als Nummer 3 gesetzte Schwyzerin Josephine Kunz setzte die Seeländerin viel Druck auf und kam mit 6:1 und 6:1 zu einem klaren Erfolg.

Schon gestern reiste Moning mit ihrem Coach Thomas Walter nach Tschechien zum ersten U14-Turnier von Tennis Europe in diesem Jahr. In der U14-Kategorie nimmt sie im europäischen Ranking derzeit den 113. Platz ein.

Die meisten Favoriten siegten

Die Bieler Academy gewann dank Florent Limani noch eine zweite Goldmedaille. Eine überraschende Auszeichnung, ging doch der Waadtländer als Aussenseiter ins Rennen. Die Favoriten haben sich an den diesjährigen Junioren-Schweizer-Meisterschaften dennoch praktisch alle durchgesetzt. Von den acht vergebenen Titeln gingen fünf an frühere Sieger.

In der Königskategorie U18  Girls gewann Alina Granwehr ihren vierten Titel, bei den Boys siegte zum ersten Mal der Luzerner Noah Lopez. Es war eine ganz besondere Woche für den Luzerner, der an seiner Heim-Meisterschaft Gold gewann: «Es ist einfach mega, dass ich in meinem letzten Jahr als Junior meinen ersten nationalen Titel gewinnen konnte.» Etwas ungewohnt war die Rolle des Topgesetzten für den 17-Jährigen, der öfters in Barcelona trainiert: «Das hat natürlich für etwas mehr Druck gesorgt, insbesondere im ersten Match ausgerechnet gegen meinen Trainingskollegen Yanis Moundir.» Davon war aber im Final nichts mehr zu spüren, er setzte sich gegen die Nummer 2, Darius Pont aus Genf, in zwei Sätzen klar durch. Zu erwähnen allerdings, dass gleich vier Akteure nicht mitgemacht haben. Das Quartett Jérome Kym, Dominic Stricker, Leandro Riedi und Jeffrey van der Schulenburg weilt derzeit in Australien und bereitet sich auf das Junioren-Grand-Slam in Melbourne vor (das BT berichtete letzten Donnerstag).

«Bielerin» Granwehr souverän

Auch die topgesetzte Alina Granwehr durfte sich bei den Girls über ihren ersten Titel in der Kategorie in der U18-Kategorie freuen, davor hatte sie bereits dreimal in den tieferen Alterskategorien triumphieren können. In keiner Partie in dieser Woche gab Granwehr mehr als die sechs Games ab, die sie im Endspiel ihrer Gegnerin, der Schweizermeisterin Sommer 2019 Sophie Lüscher, zugestand. «Dieser Titel ist eine Bestätigung der harten Arbeit und ich freue mich riesig darüber», so die 16-jährige Ostschweizerin, die im Nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis in Biel trainiert und künftig vermehrt international im Einsatz steht. Sie steht bei den U18 an 174. Stelle der Welt.  mt

************************

Finals. 18&U. Girls: Alina Granwehr (1, N3.35, Wilen bei Wil) s. Sophie Lüscher (2, N3.34, Seengen) 6:4, 6:2. - 18&U Boys: Noah López (1, N3.55, Ballwil) s. Dariush Pont (2, N3.63, Onex) 6:2, 6:3.

16&U. Boys: Florent Limani (R1, Nyon) s. Patrick Schön (1, N4.133, Zollikon) 6:3, 6:1. - 16&U Girls: Céline Naef (N3.29, Feusisberg) s. Karolina Kozakova (N3.35, Uzwil) 6:0, 6:1.

14&U. Boys: Sam Pidoux (2, R2, Genolier) s. Janis Simmen
(1, R1, Lenzburg) 7:5, 3:1 (w.o). - 14&U Girls: Kenisha Moning (1, R1, Ipsach) s. Josephine Kunz (3, R2, Wollerau) 6:1, 6:1.

12&U. Boys: Flynn Richter (1, R1, Ebmatingen) s. Thomas Gunzinger (2, R2, Délémont) 4 :6, 6 :3, 6:0. - 12&U Girls: Sarina Schnyder (2, R3, Zug) s. Noelia Manta (Q, R6, Winterthur) 6:2, 6:1.

Stichwörter: Tennis, Kriens, Goldmedaille

Nachrichten zu Aktuell »