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Curling

Schweizerinnen stehen im Halbfinal

Die Schweizer Frauen-Equipe mit der Bielerin Melanie Barbezat hat an der EM auch gegen Estland und Tschechien gewonnen. Die Schweizer Männer halten die Halbfinal-Hoffnung aufrecht.

Die Schweizerinnen haben nun beste Aussichten, sich für die K.o.-Phase den Vorteil des letzten Steins zu sichern (im Bild Alina Pätz, mit Stein, Melanie Barbezat, rechts, und Esther Neuenschwander). Bild: Keystone/a

Die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni sind an den Europameisterschaften im schwedischen Helsingborg schon nach sieben von neun Partien der Round Robin als Halbfinalistinnen festgestanden. Mit einem 11:6 gegen Aufsteiger Estland errang das Weltmeisterinnen-Team mit der Bielerin Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz vom CC Aarau ihren sechsten Sieg, dem sie am Abend mit einem 10:7 gegen Aussenseiter Tschechien (Anna Kubeskova) den siebten folgen liessen. Im Spiel gegen die von der Solothurnerin Nicole Strausak, der WM-Zweiten 2000, gecoachten Estinnen liessen sich die Schweizerinnen im 1. End einen Punkt stehlen, aber schon drei Ends später führten sie dank einem Dreierhaus und drei gestohlenen Steinen 6:1.

Nun haben die Schweizerinnen gute Chancen, die Vorrunde auf einem der ersten zwei Plätze abzuschliessen und sich damit Steinvorteile für den Halbfinal und gegebenenfalls auch für den Final zu verschaffen. Im letzten Match der Round Robin treffen sie heute Nachmittag auf die Tabellenletzten aus Lettland.

Ins Turnier zurückgekämpft

Nach den zwei Niederlagen vom Dienstag haben sich die Schweizer Männer um Skip Yannick Schwaller wieder gefangen. Mit einem 8:3 gegen Mitfavorit Schottland errangen sie ihren bislang wertvollsten Sieg – den fünften Sieg im achten Spiel.

Marcel Käufeler, Romano Meier, Michael Brunner und Yannick Schwaller haben sich damit ins Turnier zurückgekämpft und können aus eigener Kraft in die Halbfinals vorstossen. Hierfür benötigen sie im letzten Match der Round Robin heute Vormittag einen Sieg gegen Italien.

Die Partie gegen die Schotten um Skip Ross Paterson hatte für die Schweizer schlecht begonnen. Sie liessen sich in den ersten zwei Ends je einen Stein stehlen. In der zweiten Spielhälfte jedoch brachten sie alle Vorteile auf ihre Seite. Die Steigerung der Schweizer nach den Spielen vom Dienstag zeigte sich an der Leistung von Schwaller besonders deutlich. Der Solothurner verbesserte sich auf die ausgezeichnete Erfolgsquote von 87 Prozent. sda

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