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Curling

Schweizer treffen im 
EM-Final auf Schweden

Die Schweizer schlagen im EM-Halbfinal Dänemark mit 8:5. Im Final wartet Schweden. Die Schweizerinnen spielen im Halbfinal gegen Schottland.

Der Schweizer Marcel Käufeler bei der Steinabgabe im Halbfinal gegen Dänemark. Nun blickt er mit Freude auf den morgigen Final gegen Schweden. keystone

Die schwierigste Aufgabe am EM-Turnier in Schweden haben die jungen Curler des CC Bern Zähringer noch vor sich. Im Final von morgen um 10 Uhr treffen Marcel Käufeler, Romano Meier, Michael Brunner und Yannick Schwaller auf den hohen, an diesem EM-Turnier noch unbesiegten Favoriten Schweden. Schwedens Skip Niklas Edin ist vierfacher (und aktueller) Weltmeister sowie siebenfacher Europameister. Die Schweizer hatten die Round Robin mit zwei überzeugenden Siegen gegen Schottland und Italien abgeschlossen, nachdem sie davor zwei Spiele verloren hatten. Mit der starken Darbietung im Halbfinal setzten sie ihre Steigerung in den immer wichtiger werdenden Spielen fort.

Bester Debütant seit 24 Jahren

Vor Yannick Schwaller hatten es sechs Schweizer Männer-Skips ebenfalls schon an ihrer ersten grossen Meisterschaft (WM oder EM) in den Final gebracht. Letztmals war dies allerdings 1995 der Fall. Vor 24 Jahren verlor André Flotron mit seinem Winterthurer Team den Final der EM in Grindelwald gegen die Schotten um den legendären Hammy McMillan.

Im Round-Robin-Spiel gegen die von Mikkel Krause angeführten Dänen hatten sich die Schweizer mit 11:5 durchgesetzt. Im Halbfinal übernahmen sie das Kommando vom 1. End an. Mit einem Zweierhaus setzten sie den Gegner früh unter Druck, und mit einem gestohlenen Zweier im 5. End verschafften sie sich die vorentscheidende 5:1-Führung. Im Lauf des 10. Ends mussten die Dänen aufgeben.

Schweizerinnen gegen Schottland

Das Schweizer Frauenteam um Skip Silvana Tirinzoni schloss die Round Robin nach einem 9:3-Erfolg gegen Lettland auf dem 1. Platz ab und mit der vorzüglichen Bilanz von 8:1 Siegen ab. In den Halbfinals von heute Nachmittag treffen die Bielerin Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz vom CC Aarau auf die Schottinnen, die Vierten der Round Robin. Die Schottinnen, angeführt von Eve Muirhead, der Weltmeisterin 2013 und zweifachen Europameisterin, waren das einzige Team, das den Schweizerinnen im bisherigen EM-Turnier eine Niederlage zufügen konnte. Das Duell war allerdings hart umstritten und endete 9:8. Dank ihrer Pole-Position werden die Schweizerinnen den Halbfinal – und allenfalls später auch den Final – mit dem nicht zu unterschätzenden Vorteil des letzten Steins im 1. End beginnen können.

Die Weltmeisterinnen aus der Schweiz haben in der Round Robin überzeugt, auch wenn sie sich in einzelnen Partien Fehler leisteten. Auch im Match gegen die Lettinnen, die als Absteiger feststehen, schlichen sich ein paar Fehlsteine ein. Der Leistungsunterschied zwischen den beiden Formationen war jedoch von Anfang an gross.

Den zweiten Halbfinal von heute Nachmittag um 14 Uhr werden Russland (Alina Kowalewa) und Titelverteidiger Schweden (Anna Hasselborg) bestreiten. Der Final findet morgen Nachmittag um 15 Uhr statt. sda

Der Schweizer Marcel Käufeler bei der Steinabgabe im Halbfinal gegen Dänemark. Nun blickt er mit Freude auf den morgigen Final gegen Schweden.

Stichwörter: Curling, EM

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