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Eröffnung

Olympische Spiele zurück «zuhause» in Lausanne

Der Startschuss für die Olympischen Jugend-Winterspiele ist gefallen. 
Es sind die ersten Olympischen Spiele in der Schweiz seit 1948.

Die Schweizer Eiskunstläuferin Gina Zehnder entzündet das olympische Feuer. Bild: Keystone

Um 21.11 Uhr gestern Abend erklärte die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga die Olympischen Jugend-Winterspiele in Lausanne für eröffnet.

Im neu erbauten Eisstadion Malley zelebrierten die Organisatoren eine stimmungsvolle und oft poetische Eröffnungsfeier mit viel Musik und Tanz. In Anspielung an den Sitz des Internationalen Olympischen Komitees hiess IOC-Präsident die jungen Sportler und Besucher mit einem «Welcome Home» willkommen.

Die Eröffnungsfeier zeigte in sieben Episoden die Werte und die Geschichte des Sports in der Schweiz und der Welt. Neben den vielen jungen Talenten freuten sich die 7900 Besucher auch über viele gestandene und ehemalige Schweizer Athleten. Ex-Skirennfahrer Didier Cuche und die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Florence Schelling trugen die Olympische Flagge ins Stadion. Die Olympiasieger und mehrfachen Weltmeisterinnen Michela Figini, Sandro Viletta, Erika Hess und Fanny Smith reichten die olympische Fackel weiter. Und Stéphane Lambiel drehte zu den Klängen von Vivaldis «Vier Jahreszeiten» seine unnachahmlichen Pirouetten.

Im Mittelpunkt stand aber der Nachwuchs. Die 14-jährige Eiskunstläuferin Gina Zehnder, jüngste Schweizer Teilnehmerin, entzündete die Flamme. Die Schweizer Flagge wurde von der Skitouren-Fahrerin Thibe Deseyn in die Halle getragen.

Vom 10. bis zum 22. Januar kämpfen 1872 Sportlerinnen und Sportler aus 79 Nationen im Alter von 14 bis 18 Jahren in 16 Sportarten um Medaillen. Die Schweizer Delegation umfasst 112 junge Talente. Auch im benachbarten Frankreich und in St. Moritz  finden Wettkämpfe statt. Im Engadin stehen die Eiskanal-Sportarten sowie – auf dem gefrorenen Eis des St. Moritzersees – das Eisschnelllaufen auf dem Programm. sda

Verletzte Frau offenbar in stabilem Zustand

Der bei einer Probe für die Eröffnungsfeier der Olympischen Jugendspiele in Lausanne schwer verletzten Eiskunstläuferin geht es etwas besser. Das sagte Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), gestern am Rande einer Medienkonferenz. Ihr Gesundheitszustand habe sich «leicht gebessert». Die 35-jährige russische Eiskunstläuferin war am Dienstag aus fünf Metern Höhe auf den Boden der Eishalle in Malley gestürzt. Sie zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu.

Bei der Probe für ihren Auftritt wurde die Sportlerin nach Polizeiangaben von Metallringen nach oben gezogen. Diese waren über ein Kabel mit einem an der Decke der Eishalle befestigten Motor verbunden. Aus noch ungeklärten Gründen verlor die Frau plötzlich das Gleichgewicht und stürzte auf die Eisfläche. sda

Stichwörter: Olympische Spiele

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