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Laufsport

Neue Wege für die Bieler Lauftage

Das OK der Bieler Lauftage hat gestern über Neuerungen informiert. Der traditionelle Lauf-Event erfährt dieses Jahr eine Streckenänderung und kann auf einen neuen Hauptsponsor zählen.

Symbolbild: bt/a

von Pascale Senn

Jakob Etter, der OK-Präsident der Bieler Lauftage, konnte vor den Medien auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken. Auch die Zukunft bringe laut Etter Gutes. Vor allem aus der Zusammenarbeit mit dem neuen Hauptsponsor Coop verspricht sich der OK-Präsident viel. Etter spricht von einem Zeichen des Vertrauens, das der neue Sponsor in die gute Organisation und die Durchführung legt. Nun gelte es, dieses Vertrauen zu rechtfertigen.

Erlebnislauf statt City Run
Nicht nur vom Sponsoring her gehen die Bieler Lauftage in diesem Jahr neue Wege. Aufgrund des Seeländischen Turnfests in Büren wird die Strecke zwischen Kilometer 88 und 95 angepasst. Die Laufstrecke führt neu am rechten Aarenufer entlang. Die Herausforderung dabei liege darin, dass auf dieser Seite der Aare mehr Autoverkehr vorhanden sei, weiss Etter. Dafür habe das OK aber laut dem Präsidenten bereits eine Lösung gefunden. Während des 100-km-Laufes wird die Strasse für Autos nur in eine Richtung befahrbar sein, die andere Seite steht den Läuferinnen und Läufern zur Verfügung. Auf die Distanz und den Charakter der Strecke habe diese Änderung laut dem Organisationskomitee aber keinen Einfluss.

Neu ist in diesem Jahr auch der sogenannte Erlebnislauf. Dieser wird zum ersten Mal anstatt des City Runs durchgeführt (wie das BT berichtete). Laut Jakob Etter würde die Zahl der Anmeldungen diesen Entscheid des Organisationskomitees bereits jetzt bestätigen: «Bis jetzt sind für den Erlebnislauf mehr Teilnehmer angemeldet, als im letzen Jahr am City Run teilgenommen haben.»

Weniger Läufer aus Deutschland
Wie bereits in den letzten Jahren sind die Teilnehmerzahlen auch heuer abnehmend. Dies ist vor allem über die Halbmarathon-Distanz der Fall. Weniger Teilnehmer hätten sich bis jetzt auch für den 100-km-Lauf angemeldet, weiss Etter. In dieser Kategorie habe es zwar mehr Anmeldungen von Läuferinnen und Läufern aus der Schweiz als bisher, dafür sei die Zahl der Sportler aus Deutschland zurückgegangen.

Normalerweise reisen rund die Hälfte der Teilnehmer des «Hunderters» aus dem Nachbarland an. Der Grund für den Rückgang der Anmeldungen sieht das OK vor allem im neuen Euro-Kurs. «Das Startgeld kostet für die Läufer aus dem EU-Raum in diesem Jahr rund 20 bis 30 Franken mehr», sagt Etter. «Auch die Reise in die Schweiz und der Aufenthalt ist dadurch teurer geworden», fügt Mathias Müller, der Vereinspräsident der Bieler Lauftage, an.

Herausforderung und Highlight
Eine weitere Herausforderung für die Bieler Lauftage sind die Sparmassnahmen der Stadt Biel. Aufgrund der Budgetkürzungen erhält der Laufsportevent künftig rund 10 000 Franken weniger Unterstützung als bisher.

Besonders zu erwähnen sind die Medaillen. Traditionell ist auf den Edelmetallen alle Jahre ein neues Sujet verewigt. Zur Ehrung des alten Eisstadions, wo die Bieler Lauftage ihren Ursprung haben, sind die Medaillen mit einem Abbild versehen. Im nächsten Jahr soll – ganz im Zeichen des Sports – die neue Tissot Arena zu sehen sein.
 

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