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Eishockey

Nach späten Gegentreffern: ZSC, Lugano und Zug scheiden aus

Die Viertelfinals der Champions Hockey League gehen gänzlich ohne Schweizer Beteiligung über die Bühne. Neben den ZSC Lions, Lugano und Bern scheitert überraschend auch Zug.

(sda) Als einzige Nation war die Schweiz mit vier Vertretern in den Achtelfinals der Champions League vertreten. Etwas überraschend bedeutete die Runde der besten 16 aber schon für alle Schweizer Equipen Endstation.

Auch der EV Zug, der als Einziger des Quartetts sein Hinspiel gewonnen hatte, schied gegen München nach einer 0:2-Heimniederlage aus. Bitter war das Aus für die ZSC Lions und Lugano, die gegen Kärpät Oulu (2:3), respektive Frölunda Göteborg (4:5) nach den Unentschieden in den Hinspielen ihre Rückspiele auswärts mir nur einem Treffer Differenz und nach späten Gegentoren verloren. Bern, das mit einer 1:4-Hypothek in das Heimspiel gegen Malmö gestartet war, verlor auch zu Hause (0:2).

Erst einmal, in der Premieren-Saison 2014/2015, war keine Schweizer Mannschaft in die Top 8 vorgestossen. Vor einem Jahr standen mit Bern und den ZSC Lions zwei Schweizer Teams in den Viertelfinals. In den Jahren zuvor hatte es Davos und Fribourg jeweils gar in den Halbfinal gereicht.

In Zug fiel die Entscheidung in der 55. Minute. Als der EVZ auf den 1:1-Ausgleich drückte und diesen unter anderem durch einen Abschluss von Thomas Thiry verpasste, traf Frank Mauer nach einem schnellen Konter zum 2:0. Der darauffolgende Zuger Sturmlauf in Überzahl, darunter mit sechs gegen vier Feldspieler in den letzten zwei Minuten, blieb ertragslos.

München hatte zum Auftakt des Mitteldrittels eine Powerplay-Gelegenheit nach nur elf Sekunden Überzahl durch Justin Shugg zur 1:0-Führung genutzt (22.). Die mit acht Kanadiern besetzten Deutschen forderten den EVZ wie erwartet physisch. Doch vor allem agierten die Gäste defensiv diszipliniert und gewährten den in der Offensive so gut bestückten Gastgebern im eigenen Slot nur wenig viel versprechende Abschlussmöglichkeiten. Erstmals schaffte eine Mannschaft aus der DEL den Einzug in die Viertelfinals.

Bereits im Hinspiel (4:4) hatten die ZSC Lions gegen Kärpät Oulu den Sieg verspielt. Und auch auswärts mussten sie sich an der eigenen Nase nehmen; die ersten beiden Gegentreffer entstanden nach individuellen Fehlern. Der Schweizer Meister lag gegen den finnischen Champion bis in die 44. Minute 2:1 in Führung, ehe Radek Koblizek mit zwei Toren noch die Wende erzwang. Den Siegtreffer erzielte der Tscheche 73 Sekunden vor dem Ende.

Lugano lag in Göteborg gleich zweimal in Führung (3:1 und 4:3). Am Ende mussten die Tessiner aber ebenfalls als Verlierer vom Eis. Ryan Lasch, der 2016/2017 eine Saison für den SC Bern gespielt hatte, war mit zwei Toren und zwei Assists der Matchwinner für Frölunda. Der Amerikaner erzielte knapp drei Minuten vor dem Ende auch den Siegtreffer für den Champions-League-Sieger von 2016 und 2017.

In der Meisterschaft hat bisher kein Schweizer Team mehr Tore geschossen als der SC Bern. Gegen eine europäische Spitzenmannschaft wie Malmö fanden die Berner in zwei Partien aber offensiv kein Rezept. Bern, bei dem der Kanadier Zach Boychuk ein ordentliches Debüt gelang, startete schwach in die Partie (erster Torschuss in der 17. Minute), was die ohnehin bereits schwierige Aufgabe nicht einfacher machte.

Champions Hockey League. Achtelfinals. Rückspiele:

FRÖLUNDA GÖTEBORG (SWE) - Lugano 5:4 (1:1, 1:2, 3:1); Hinspiel 1:1.

KÄRPÄT OULU (FIN) - ZSC Lions 3:2 (1:1, 0:1, 2:0); 4:4.

PILSEN (CZE) - Bolzano (ITA) 6:2 (1:0, 4:2, 1:0); 6:1.

SKELLEFTEA (SWE) - Hamar (NOR) 3:2 (1:2, 2:0, 0:0); 4:4.

Tappara Tampere (FIN) - KOMETA BRNO (CZE) 5:5 (2:0, 1:2, 2:3); 1:5.

SALZBURG - Rouen (FRA) 5:1 (2:0, 1:1, 2:0); 3:3.

Bern - MALMÖ (SWE) 0:1 (0:0, 0:0, 0:1); 1:4.

Zug - MÜNCHEN 0:2 (0:0, 0:1, 0:1); 3:2.

Viertelfinals (4./5. und 11. Dezember): München - Malmö, Kärpät Oulu - Salzburg, Kometa Brno - Frölunda Göteborg, Skelleftea - Pilsen.

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