Sie sind hier

Fussball

Mindestens ein Schwergewicht für die Schweiz

Noch vor der Auslosung ist einiges über die Zusammenstellung der Vorrunden-Gruppen der EM 2020 bekannt. Eine Gruppe ist beinahe komplett, die Schweiz trifft mindestens auf einen grossen Brocken.

(sda) Am 30. November findet in Bukarest am frühen Abend die Auslosung der sechs Vierergruppen für die EM 2020 statt. Rund 50 Minuten soll der Anlass dauern, wovon eine gute Viertelstunde für die Ziehung der Lose eingerechnet ist. Um das Prozedere einigermassen zu durchschauen, sind viele Vorkenntnisse nötig. Denn die UEFA hat im Vorfeld des Turniers gewichtige Änderungen vorgenommen, die der Auslosung eine ganz spezielle Komplexität verleihen.

Das Turnier wird in zwölf Ländern stattfinden, wovon sieben mit Sicherheit ein eigenes Team stellen. Damit diese vor eigenem Anhang antreten können, müssen sie den vorgeschriebenen Gruppen zugeteilt werden: Italien in der Gruppe A mit den Austragungsorten Rom und Baku, Russland und Dänemark in der Gruppe B mit den Austragungsorten St. Petersburg und Kopenhagen und so weiter. Über die Playoffs, die erst Ende März stattfinden, können drei weitere Gastgeber die Qualifikation schaffen, die dann nachträglich auch in den vorgeschriebenen Gruppen untergebracht werden müssen.

Dazu kommen noch politische Parameter, die auch noch berücksichtigt werden: Russland und die Ukraine wollen nicht gegeneinander spielen, und der noch nicht qualifizierte, aber in den Playoffs zu den Kandidaten gehörende Kosovo könnte nicht mit Russland, Bosnien-Herzegowina oder Serbien in eine Gruppe kommen. Immerhin: Der schlimmste von der UEFA in Betracht gezogene Fall, nämlich dass die Auslosung nach den Playoffs wiederholt werden muss, kann ausgeschlossen werden. Vieles aber ist schon klar oder zumindest vorgespurt, bevor die Lose gezogen werden.

Die Gruppe B ist unter Berücksichtigung aller Vorgaben schon fast "ausgelost": Belgien, Russland und Dänemark sowie Wales oder Finnland spielen gegeneinander um den Einzug in die K.o.-Runde. Aus der Gruppe C sind mit der Ukraine und der Niederlande schon zwei Teams bekannt. Die Schweiz, die aus dem Lostopf 2 gezogen wird, kann in keine dieser beiden Gruppen kommen, aber in alle anderen. Somit heisst einer der Vorrundengegner Italien (Austragungsorte Rom und Baku), England (London und Glasgow), Spanien (Bilbao und Dublin) oder Deutschland (München und Budapest). Aus dem Topf 3 wird Portugal, die Türkei, Österreich, Dänemark, Schweden oder Tschechien dazukommen sowie aus Topf 4 Wales, Finnland oder einer der vier Sieger der Playoffs.

Topf 1: Italien (Gruppe A), Belgien (Gruppe B), Ukraine (Gruppe C), England (Gruppe D), Spanien (Gruppe E), Deutschland (Gruppe F).

Topf 2: Russland (Gruppe B), Niederlande (Gruppe C), Frankreich, Kroatien, Polen, SCHWEIZ.

Topf 3: Dänemark (Gruppe B), Portugal, Türkei, Österreich, Schweden, Tschechien.

Topf 4: Finnland, Wales, 4 Playoff-Sieger.

Nachrichten zu Aktuell »