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Ski alpin

Loïc Meillard: "Zu weit nach vorne blicken bringt nichts"

Zusammen mit Marco Odermatt ist der bald 24-jährige Romand Loïc Meillard der Leader des aufstrebenden Schweizer Riesenslalom-Teams.

(sda) Loïc Meillard, Sölden und damit der Saison-Auftakt steht unmittelbar bevor. Sind Sie bereit?

"Das hoffe ich doch. Wir hatten in der Vorbereitung in Saas-Fee und Zermatt und nun zuletzt auf der Diavolezza sehr oft super Bedingungen. Wir konnten wirklich gut trainieren. Auch was meine Physis betrifft, bin ich sehr zufrieden."

Was sind Ihre Zielsetzungen für Sölden?

"Ich will im Riesenslalom einen weiteren Schritt nach vorne tun und möglichst in jedem Rennen um die Top drei kämpfen können. Wenn mir das dann auch tatsächlich so gelingen sollte, umso besser."

Wissen Sie aus der Vorbereitung, wo Sie in etwa stehen?

"Im internen Vergleich schon. Aber mit den ausländischen Fahrern gab es während des Sommertrainings nicht allzu viele Vergleiche. Wo wir wirklich stehen, werden wir erst am Sonntagnachmittag genau wissen."

Der Riesenslalom in Sölden, wie danach wohl die meisten Weltcuprennen des Winters inklusive den Heimrennen in Adelboden und Wengen, wird ohne Zuschauer stattfinden. Was sind Ihre Gedanken dazu?

"Das wird sicher ein spezielles Gefühl, über die Ziellinie zu fahren und gar nichts zu hören. Wir Fahrer werden versuchen müssen, unsere Emotionen durch die Kamera mit dem Publikum vor dem Fernseher zu teilen. Aber dass es keine Zuschauer vor Ort gibt, ändert an den Rennen selbst nichts. Die oberste Priorität hat für mich und die anderen Athleten, dass wir die Tore möglichst schnell absolvieren."

Wie sehr beschäftigt Sie die Situation mit dem Coronavirus?

"Natürlich erhoffe ich mir, dass wir eine möglichst normale Saison haben werden. Aber zu weit nach vorne blicken bringt nichts, wir wissen nicht, was passieren wird. Am besten schauen wir also von Woche zu Woche."

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