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Ski-WM

Lara Gut nutzt Magie des Tages zu Silber

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Thomas Wälti, Schladming

Lara Gut hat am ersten Wettkampftag die erste Medaille für die Schweiz geholt. Die 21 Jahre alte Tessinerin wurde Zweite im Super-G. Es war ihre dritte Silbermedaille an einer WM. Das Mass hiess Maze: Die Favoritin aus Slowenien krönte sich zur Weltmeisterin.

Der 5. Februar bleibt für die Schweizer Ski-Frauen ein erfolgreiches Datum. Schon 6-mal gab es an diesem Tag eine WM-Goldmedaille. Gestern nutzte Lara Gut die Magie des Tages. Die 21 Jahre alte Tessinerin gewann zum Auftakt der alpinen Weltmeisterschaften in Schladming Silber im Super-G. Nur die Slowenin Tina Maze war im ChaosRennen 38 Hundertstel schneller als Gut, die allmählich einen Silberwarenladen eröffnen kann. Schon zum dritten Mal an Weltti- telkämpfen gewann die 1,60 Meter grosse Speedspezialistin die silberne Plakette, die so bezeichnend ist für den WM-Ort: Früher wurde in den Schladminger Tauern Silber abgebaut.

Lara Gut überrascht sich selbst

«Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Es ist schon eine Überraschung, dass nur Tina Maze vor mir liegt. Ich kann natürlich zufrieden sein», sagte Lara Gut nach ihrer vorzüglichen Fahrt den Berg Planai hinunter. Über den Sieg von Tina Maze freute sich auch der Schweizer Skihersteller Stöckli. Die Ameri- kanerin Julia Mancuso holte die bronzene Auszeichnung.

Fabienne Suter verpasste als Fünfte das Podest um 34 Hundertstel; das Ständchen zu ihrem 28. Geburtstag, das die Zuschauer im Stadion spontan für sie anstimmten, tröstete die Schwyzerin nur kurz über ihren Frust hinweg. Dominique Gisin klassierte sich als Zehnte, Fränzi Aufdenblatten musste als Neunzehnte eine schwere Niederlage einstecken.

Lara Guts Nickerchen

Die launische Lara Gut zeigte gestern ihr sonniges Gesicht. An der Medienkonferenz war sie bestens gelaunt. Als Tina Maze vorne am Pult die Fragen der wissbegierigen Journalisten beantwortete, mimte Gut die Schlafende. «Oh, schlafe jetzt nicht!», wies Maze ihre Konkurrentin mit gespieltem Entsetzen zu Recht. Gelächter im Saal. Maze, der Medaillen in allen fünf Einzelwettbewerben zugetraut werden, sprach von einer Eingebung, die sie vor dem Rennen gehabt habe. «Ich war überzeugt, dass der Super-G gestartet wird, und liess mich durch die vielen Unterbrüche nicht aus der Ruhe bringen. Ich blieb die ganze Zeit fokussiert.» Der Start wurde immer wieder verschoben – epische 13 Mal. Nach dreieinhalb Stunden hatte die ewige Warterei ein Ende. Der Nebel lichtete sich, die Fahrerinnen sahen die reglemen- tarisch erforderlichen nächsten zwei Tore. Die Österreicherin Nicole Schmidhofer wurde auf die Piste geschickt. Die Riesenslalom-Weltmeisterin von Garmisch und Gewinnerin von 18 Weltcuprennen wollte die Speku- lationen um ihre möglichen fünf WM-Medaillen in Schladming nicht anheizen. Die entsprechende Frage eines Medienvertreters beantwortete . . . Lara Gut: «Eine!» Maze lächelte und liess lediglich verlauten, dass sie in jedem weiteren Rennen ihr Bestes geben wolle.

Endlich kam Gut zu Wort. Diese sprudelten nur so aus ihr heraus: «Es war ein sehr langer Tag, der ganz ruhig angefangen hatte und dann hektisch wurde. Aber das ist doch egal. Jetzt geniesse ich den Moment. Die Medaille ist wunderbar.» Die Warterei oben am Start und die zahlreichen Unter- brüche hätten sie nicht nervös gemacht, meinte Gut. Um anzufÜgen: «Ich habe mit Tina Maze im Restaurant drei Stunden lang nur gelacht.» Über was sie denn gesprochen hätten, wollte einer wissen. «Das habe ich vergessen», antwortete Gut und lachte schon wieder. Womöglich über die Renntaktik? «Nein, über die haben wir nicht gesprochen.»

Guts Gefühlsausbruch im Ziel

Vor der Siegerehrung teilte Lara Gut einen emotionalen Moment mit Hans Flatscher. Als der Schweizer Frauencheftrainer nach dem Rennabbruch im Zielbereich auftauchte, spurtete ihm Gut entgegen – sie trug noch ihre Skischuhe. «Ich wollte damit ausdrücken, wie dankbar ich ihm bin. Er ist ein grossartiger Chef, der hinter den Athletinnen steht», erklärte Gut ihren Gefühlsausbruch.

Für Hans Flatscher war die Silbermedaille von Lara Gut eine Genugtuung und die erhoffte Initialzündung. «Ich sagte vor dem Rennen, dass für jede etwas drin liegt, aber es muss absolut alles passen. Normal gut reicht nicht. Lara Gut zeigte diese Superfahrt und wurde entsprechend belohnt», meinte der 44 Jahre alte Österreicher. Dass er mit der Schweiz im Medaillenspiegel nach dem ersten Tag vor seinem Heimatland liegt, stimmt ihn keineswegs schadenfroh. «Ich sehe das sportlich. Abgerechnet wird am Schluss der Weltmeisterschaften. Wenn wir auch dann noch vor den Österreichern liegen, würde ich mich sehr freuen.»

Saisonende für Vonn

Ganz und gar nicht freuen konnte sich am gestrigen Tag die Amerikanerin Lindsey Vonn. Ein Sturz bei einem Sprung noch vor Hälfte des Rennens kostete der Mitfavoritin nicht nur den Sieg im Super-G, sondern auch die Chance auf jegliche Medaillen in Schladming: Kreuzbandriss, Innenbandriss und eine Fraktur des Schienbeinkopfes, lautete die Diagnose – Saisonende für die 28-Jährige.

Super-G der Frauen; Die Rangliste

1. Tina Maze (Sln) 1:35,39 2. Lara Gut (Sz) +0,38 3. Julia Mancuso (USA) +0,52 4. Goggia (It) 0,57. 5. Fabienne Suter (Sz) 0,86. 6. Stuhec (Sln) 0,89. 7. Merighetti (It) 0,93. 8. Rebensburg (De) 0,94. 9. Fischba- cher (Ö) 1,01. 10. Dominique Gisin (Sz) 1,18. 19. Aufdenblatten (Sz) 1,97. – Ausgeschieden: Weirather (Lie), Vonn (USA), HöflRiesch (De), Fenninger (Ö)

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