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Eishockey

Länderspiel der Schweiz gegen Italien abgesagt

Das für heute geplante Testspiel zwischen der Schweiz und Italien kann nicht stattfinden. Grund sind zwei positive Coronafälle im italienischen Team.

Symbolbild: Keystone

(sda) Als die Schweizer von den positiven Fällen erfuhren, "war für mich klar, dass wir jetzt kein Risiko eingehen dürfen und wollen", sagt Nationalmannschaftsdirektor Lars Weibel im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Schliesslich sind noch vier weitere Testspiele geplant - je zwei in Freiburg gegen Frankreich (7./8. Mai) sowie in Riga gegen Lettland (14./15. Mai).

Selbstredend wären die Schweizer sehr gerne gegen Italien angetreten, umso mehr, als die beiden Duelle gegen Russland am letzten Freitag (3:1) und Samstag (1:0) die ersten Länderspiele seit dem 7. Februar 2019 waren. "Jedes Vorbereitungsspiel hat mehr Gewicht, wenn du wenig getestet hast. Das ist ein Fakt", führt Weibel aus. "Das Ziel muss jedoch sein, das umzusetzen, was möglich ist und gesund in die WM zu gehen. Das hat erste Priorität, an den Rest verschwenden wir keine Energie.

Nach der Absage reagierten die Verantwortlichen umgehend, wurde vom Spiel- in den Trainingsmodus gewechselt - mit dem Fokus auf die Partie vom Freitag gegen Frankreich. Am Dienstagabend fand eine zusätzliche Einheit statt.

Gegen die Franzosen stehen Fischer im Vergleich zu den Begegnungen gegen Russland neu Mirco Müller (Leksand), Christian Marti, Sven Andrighetto (beide ZSC Lions), Melvin Nyffeler und Dominik Egli (beide Rapperswil-Jona Lakers) zur Verfügung. Der ersten Kaderreduktion zum Opfer fielen Goalie Joran van Pottelberghe, der am Samstag gegen Russland (1:0) einen Shutout gefeiert hat, Verteidiger Samuel Kreis (beide Biel) und Stürmer Inti Pestoni (Bern).

Dass Denis Malgin keine Freigabe von den Toronto Maple Leafs erhielt, war schon länger klar, "wir fragten nur nochmals nach", erzählt Weibel. Was die Spieler mit einem Vertrag bei einem nicht für die Playoffs qualifizierten NHL-Team betrifft - Nico Hischier, Jonas Siegenthaler (beide New Jersey Devils), Timo Meier (San Jose Sharks), Pius Suter, Philipp Kuraschew (beide Chicago Blackhawks) und Dean Kukan (Columbus Blue Jackets) - stehen die Zeichen gut oder wie sich Weibel ausdrückt: "Bis jetzt sind wir ziemlich auf Kurs."

Die Ausnahme bildet Kukan, bei dem ein medizinischer Test ergab, dass er sich einer Operation unterziehen muss. Bei den nach der Saison vertragslosen Spielern (Suter, Siegenthaler) gilt es derweil, noch Abklärungen bezüglich Versicherung zu treffen.

Jene, die in den NHL-Playoffs stehen, bei Roman Josi ist dies noch offen, sind diesmal aufgrund der Quarantäne-Regeln keine Option für die WM in Riga (21. Mai bis 6. Juni). Eine Nachnomination mache in diesem Jahr keinen Sinn, sagt Weibel. "Wir werden auch so eine gute Mannschaft haben."

Jedenfalls war der Auftakt gegen Russland vielversprechend. "Nach mehr als einem Jahr Pause wussten wir nicht, wo wir stehen", so Weibel. "Die sehr, sehr soliden Leistungen zeigen jedoch, dass die Spieler wissen, was gefordert wird. Unsere Kontinuität bildet eine gute Basis, um die Krise zu durchleben. Es hätte mehr Einfluss gehabt, wenn wir einen neuen Coach hätten. Es ist eine spezielle Zeit, wir sind aber bisher auf dem richtigen Weg und so soll es weitergehen."

Stichwörter: Schweiz, Italien, Eishockey, Sport

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