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2. Liga regional

Kein Seeländer «Päckli»

Während Büren bereits abgestiegen ist, kämpft Aegerten noch um den Ligaerhalt. Mit Geschenken rechnen die Aegerter im Spiel am Sonntag aber nicht.

Der SC Aegerten Brügg (im Bild unten Steven Biedert im Zweikampf mit Grünsterns Timon Heuer) musste zuletzt unten durch. Folgt am Sonntag gegen Büren mit dem Ligaerhalt die Auferstehung? copyright: anita vozza/bieler tagblatt

von Moritz Bill

Der Abstiegskampf in der 2. Liga regional ist dieses Jahr so spannend wie schon lange nicht mehr. Erstens liegen ausser dem bereits abgestiegenen FC Büren die Teams in der unteren Tabellenhälfte eine Runde vor Schluss sehr nahe beieinander. Und zweitens werden diese Saison nicht aus beiden Gruppen zwei, sondern insgesamt fünf Zweitligisten den Gang in die 3. Liga antreten müssen. Dies weil mit Alle, Tavannes/Tramelan und Courtételle gleich drei Mannschaften des Regionalverbands Bern/Jura aus der 2. Liga interregional abgestiegen sind. Somit wird auch der schlechtere Drittletzte beider Regionalgruppen relegiert.

Abstiegskampf ausgedehnt
Deshalb wird der Abstiegskampf dieses Jahr auf beide Gruppen ausgedehnt. In der Berner Gruppe liegen zwischen dem 6. und 11. Platz gerade mal drei Punkte. In der Seeland-Jura-Gruppe sind es zwischen dem 7.  und 11. Platz auch nur deren drei. Die Fairplaypunkte – die bei Punktegleichheit zum Tragen kommen – werden deswegen wohl entscheidend sein. Aegerten Brügg stand bis letzte Woche in dieser Wertung gegenüber der Konkurrenz gut da. Doch Christians Biederts rote Karte und die daraus folgenden Spielsperren haben die Aegerter zurückgeworfen.
Trainer Matthias Born hat alle möglichen Szenarien durchgespielt:«Wenn wir gegen Büren gewinnen, steigen unseren Chancen auf den Ligaerhalt auf über 50 Prozent. Aber auch dann sind wir je nach dem noch auf Schützenhilfe angewiesen.» In diesem Fall würde Aegerten ziemlich sicher nicht unter den Strich fallen und könnte dem «direkten» Abstieg entgehen (das punktegleiche Delsberg hat mehr Strafpunkte auf dem Konto). Aber je nach den Resultaten aus den anderen Partien wäre es möglich, dass das Born-Team aufgrund der Fairplaypunkte als Drittletzter absteigen würde.
Für die Aegerter gilt deshalb am Sonntag gegen Büren:Drei Punkte einfahren und gleichzeitig keine Karten kassieren. «Das ist die Voraussetzung. Nach dem Spiel können wir uns dann über die restlichen Resultate informieren und mit der Rechnerei beginnen».

Rüttimann hat eine Serie
Auf Hilfe des (noch) Seeländer-Liga-Kollegen aus Büren wollen die Aegerter nicht hoffen. «Das wäre dumm», sagt Born. In anderen Jahren kam es schon vor, dass aus Begegnungen zweier Teams aus dem Jura je nach Tabellenkonstellation verdächtige Resultate hervorgingen. Zu einem solchen «Päckli» wird es zwischen den beiden Seeländer Teams aber nicht kommen. Bürens Spielertrainer Reto Rütimann sagt:«Klar ist es eine spezielle Situation, doch es wäre den anderen Teams gegenüber nicht fair, wenn wir ambitionslos in diese Partie gehen würden.» Trotzdem wird der Absteiger nicht in Topbesetzung antreten. Paul Schori leidet an einer Adduktorenzerrung und der Trainer will im Hinblick auf nächste Saison nichts riskieren. Zudem werden Spieler aus der 2. Mannschaft zu Testzwecken zum Einsatz kommen. «Die wollen sich zeigen. Ein Kehraus-Match wird es sicher nicht», sagt Rüttimann, und fügt an, dass er auch noch ein persönliches Ziel verfolge. Seit seiner Rückkehr vom FCMünsingen nach Büren vor fünf Jahren hat er immer gegen Aegerten gewonnen. 

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