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Karate-WM

Karate-Kämpfer müssen aus Chile abreisen

Alles für nichts: Die 16 für die Junioren-Karate-Weltmeisterschaften selektionierten Schweizer werden vom Schweizer Verband aus dem Krisengebiet in Santiago de Chile zurückgepfiffen.

Symbolbild: Pixabay

Die Gefahr im Zentrum der Stadt sei zu gross geworden. Allein das Hotel befinde sich im Zentrum und somit mitten im Chaos. Die Delegation wird heute Abend in Zürich erwartet. «Die einen Betroffenen sind froh. Gerade Eltern, die hier in der Schweiz bangen. Andere sind natürlich nicht glücklich darüber», sagt Marc Keller, der Verbands-Vizepräsident gegenüber «Telebärn.» Es wurden genaue Abklärungen getroffen, bis dieser Entscheid zustande gekommen sei. «In der Schweiz fehlt halt die Nähe zu dieser Gewalt. Wir konnten es einfach nicht mehr verantworten», so Keller weiter. Für die Athleten sei es ein Desaster. Die Nicht-Teilnahme habe Konsequenzen auf den Punktestand und auch auf die Einstufung im Schweizer Verband.

Betroffen sind somit auch die 17-jährigen Zwillinge Amélie und Florence Voegelin aus Alfermée, die voller Motivation und grossem Ehrgeiz die Reise angetreten haben (BT vom Dienstag). Zu erreichen waren sie gestern bereits nicht mehr, sie befanden sich auf dem Weg zurück nach Europa. Auf ihrem Facebook-Account heisst es: «Sie sind unglaublich traurig, dass sie ihr Können nicht unter Beweis stellen können. Die Teilnahme an der Junioren-WM war für sie der bisher grösste Traum und das Ziel klar definiert. Nun ohne Wettkampfteilnahme nach Hause zu fliegen, ist unglaublich enttäuschend.» Ob noch weitere Nationen abgereist sind und ob die WM nach Programm durchgeführt wird, war nicht in Erfahrung zu bringen. bmb

Stichwörter: Karate, Karate-WM

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