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Sportlerwahl

Die Besten stehen zur Wahl

Im letzten Jahr haben Athletinnen, Athleten und Teams aus dem Seeland und dem Berner Jura herausragende Erfolge gefeiert. Welcher Triumph hat Sie am meisten beeindruckt? Wählen Sie Ihre Seeländer Sportler des Jahres 2018.

Nachfolger gesucht: Wer löst die letztjährigen Gewinner Christian Stucki, Caroline Agnou und Simona Aebersold ab? Und kann ein Team verhindern, dass der EHC Biel zum zweiten Mal in Folge reüssiert? Archivbild: Susanne Goldschmid

Michael Lehmann

Mit der Australian Open kommt das Sportjahr 2019 derzeit richtig in die Gänge. Trotzdem blickt das BT nochmals auf die Leistungen der Sportler im letzten Jahr zurück. Es gilt, die besten Athletinnen, Athleten und Teams aus der Region zu würdigen.

In Zusammenarbeit mit dem Journal du Jura haben die Redaktoren eine Vorauswahl getroffen. Ab heute ist das Wahlprozedere eröffnet. Wie immer haben die Leserinnen und Leser ein Wort mitzureden. Sie können bis am 25. Januar ihre Stimmen online oder per Brief abgegeben. Diese machen letztlich ein Drittel des Gesamtergebnisses aus. Einige Redaktoren der Gassmann Gruppe sowie ausgewählte Experten bestehend aus aktuellen wie ehemaligen Sportlern und Kulturschaffenden (siehe Infobox) erstellen ebenfalls Ranglisten der verschiedenen Kategorien. Die Endergebnisse werden ebenfalls zu je einem Drittel gewertet. Wer die drei Wahlgruppen am meisten überzeugt hat, gewinnt die Trophäe für den besten Seeländer Sportler des Jahres. Diese wird wie im letzten Jahr im Rahmen der Watch City Gala feierlich vergeben. Verkündet werden die Gewinner bereits am 1. Februar im BT und Journal du Jura.

Die folgenden Aufzählungen sind ein erster grober Überblick. Die detaillierten Auflistungen der Erfolge sind auf den Spezialseiten aufgeführt, die heute und in den kommenden Ausgaben zu finden sind (Daten in Infobox).

Männer: Viele Teamsportler

In der Kategorie Männer sticht heraus, dass vor allem Mannschaftssportler nominiert worden sind. Mit Raphaël Nuzzolo und Marco Wölfli stehen zwei Super-League-Fussballer zur Wahl. Der Grenchner Wölfli hielt im Spiel gegen Luzern einen Penalty und ermöglichte damit die Wende, die YB den ersten Meistertitel seit 32 Jahren sicherte. Auch Nuzzolo feierte einen Titelgewinn – allerdings eine Liga tiefer. Der 35-jährige Bieler führte Xamax als Topskorer zurück in die Super League, in der er ebenfalls regelmässig traf. Die Liga würdigte seine Leistungen mit der Nomination in der Kategorie «bester Spieler des Jahres».

Ebenfalls als Torschützenkönig feiern lassen durfte sich einmal mehr Fabian Rüfli. Folgerichtig erhielt der Inlinehockey-Stürmer der Biel Skater 90 ein EM-Aufgebot. An dieser spielte er erneut gross auf. Als zweitbester Skorer war er am Titelgewinn massgeblich beteiligt.

Nils Frei ist mit seinen 46 Jahren auch noch immer auf Titeljagd. Mit dem Team Alinghi gewann er die Extreme Sailing Series. Den ganz grossen Coup knapp verpasst hat dagegen Gaëtan Haas mit dem Eishockey-Nationalteam (WM-Silber). Der Bieler konnte sich mit seiner torreichsten National-League-Saison trösten.

Wie Haas musste sich auch Jonathan Rossé mit Silber begnügen. Der einzige Einzelsportler unter den Nominierten holte sich an der Motocross-EM seinen zweiten Vize-Titel.

Frauen: Viele EM-Medaillen

Bei den Seeländer Sportlerinnen ergibt sich ein kompletter EM-Medaillensatz: Nina Radjenovic (Karate) holte mit dem Team Gold, Melanie Barbezat (Curling) gewann an ihrer ersten Europameisterschaft Silber und Simona Aebersold (Orientierungslauf) holte – ebenfalls bei ihrer EM-Premiere – die Bronzemedaille. Keine Medaille gab es für die Leichtathletin Rachel Pelloud, allein die EM-Qualifikation mit der 4x400m Staffel war jedoch bereits ein Erfolg. Zudem überzeugte Pelloud mit Vize-Schweizer-Meistertitel über 400 Meter.

Gar über den Titelgewinn durfte sich Anne-Sophie Koller freuen. Es war der zweite SM-Titel für die Sportkletterin. Derweil hat Laura Unternährer mit Volero Zürich den siebten SM-Titel in Folge gewonnen. Die Dominanz hat Folgen: Das Zürcher Team spielt fortan in der französischen Liga, Unternährer führt das Team als Captain an.

Teams: Ein internationaler Erfolg

Die nominierten Equipen überzeugten allesamt in den nationalen Meisterschaften. Ein Team glänzte sogar auf internationaler Bühne. Das Curling-Duo Jenny Perret und Martin Rios sorgte an den Olympischen Spielen im Mixed Doubles für die erste der letztlich 15 Medaillen für die Schweiz.

Der EHC Biel begeisterte derweil mit der ersten Playoff-Halbfinalqualifikation seit 28 Jahren. In der aktuellen Saison knüpfen die Seeländer bisher nahtlos an die Leistungen im Vorjahr an.

Auch der FC Biel durfte feiern. Der zweite Aufstieg in Serie führte die Seeländer in die 1. Liga. Das Highlight war jedoch die Cup-Begegnung gegen den Schweizer Meister. Biel brachte YB an den Rand einer Niederlage, nur mit Glück verhinderten die Berner die Sensation.

Die folgenden Klubs dominieren die nationalen Meisterschaften seit Jahren. Der Karate-Do Lyss/Aarberg gewann an der Heim-SM erneut die meisten Medaillen aller Vereine. Das Korbball-Team Pieterlens (Männer) gewann den vierten SM-Titel seit 2013, das Korbball-Team Täuffelens (Frauen) entschied die Meisterschaft gar zum sechsten Mal seit 2011 für sich.

Nachwuchs: Zwei Teams dabei

Meistens sind es Einzelsportler, die in der Kategorie Nachwuchs ausgezeichnet werden. Im letzten Jahr haben es mal wieder zwei Equipen auf die Liste der Nominierten geschafft.

Beim EHC Biel Spirit gewannen die U15 (Mini) und die U17 (Novizen) den Schweizer Meistertitel. In derselben Altersklasse überzeugten die Ruderer des Bieler Seeclubs. Sie sorgten dafür, dass ihr Verein an der SM den Nachwuchspreis gewinnt.

SM-Titel gab es auch für Einzelsportler. Amélie Klopfenstein setzte sich bei den U16 im Riesenslalom durch und wird fortan im nationalen Leistungszentrum in Brig gefördert. Der Judoka Yannick Wasem hat sich bei den U18 in seiner Gewichtsklasse den Titel gesichert, bei den U21 erreichte er den zweiten Rang.

Ebenfalls von nur einem Konkurrent übertroffen wurde Matthieu Burger am Eidgenössischen Nachwuchsschwingfest. Dazu sicherte sich der 18-Jährige am Seeländischen Schwingfest seinen ersten Kranz.

Der Fechter Alexandre Pittet sicherte sich einen internationalen Titel. Er war Teil des U23-Teams, das an der Europameisterschaft die Goldmedaille gewann.

Abstimmung per Talon oder unter www.bielertagblatt.ch/sportlerdesjahres
 

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