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Automobil

Der Seeländer Neel Jani fährt aufs Podest

Mike Conway, Kamui Kobayashi und José Maria Lopez gewinnen in der Hauptkategorie das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Sébastien Buemi belegt mit Brendon Hartley und Kazuki Nakajima Platz 2. In der GTE-Pro-Kategorie fährt der Jenser Neel Jani mit Kévin Estre und Michael Christensten auf den 3. Rang.

Bild: Keystone

Es war ein versöhnliches Ende nach einem miserablen Start. Bereits in der ersten Kurve war SébastienBuemi mit einem Kontrahenten kollidiert, das Auto musste nach wenigen Minuten der 24 Stunden bereits zum Check an die Box. In der Nacht kämpfte sich das Trio mit dem Nummer-8-Auto wieder an die Teamkollegen heran, doch technische Probleme warfen es wieder zurück. Das Fahrzeug konnte nicht mehr voll betankt werden, sodass zusätzliche Boxenstopps notwendig wurden. Am Toyota-Doppelsieg ändert dies jedoch nichts. Die japanische Automarke feierte ihren vierten Sieg in Folge beim Klassiker in Frankreich. In der Gesamtwertung löste das Trio Conway/Kobayashi/Lopez das Team um Buemi nach vier von sechs Rennen an der Spitze ab.

Ein eigentliches Drama erlebte der Genfer Louis Delétraz in der zweithöchsten Klasse LMP2. Das Oreca-Gibson-Auto vom belgischen Team WRT, auf der letzten Ablösung vom langjährigen Formel-1-Piloten Robert Kubica pilotiert, blieb auf der letzten Runde klar in Führung liegend mit einem technischen Problem stehen.

Porsche hat einen Podestplatz in der hart umkämpften GTE-Pro-Klasse errungen. Die Werksfahrer Kévin Estre aus Frankreich und Neel Jani aus dem Seeland sowie der Däne Michael Christensen erreichten im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 den dritten Platz. Das Schwesterauto mit der Nummer 91 von Gianmaria Bruni aus Italien, Richard Lietz aus Österreich und Frédéric Makowiecki aus Frankreich beendete den vierten Saisonlauf der FIA World Endurance Championship (WEC) auf Rang vier. Der interne Kampf der beiden Werksautos um den letzten Podestplatz war rund eine Stunde vor dem Ende entschieden: An der Nummer 91 musste nach einem Ausrutscher in der letzten Schikane das Heck repariert und die Bremse erneuert werden.

Die beiden rund 515 PS starken Neunelfer aus Weissach zeigten über weite Strecken des Langstreckenklassikers in Frankreich ein gutes Tempo. Aufgrund von Pech in zwei Safety-Car-Phasen entstand jedoch bereits im ersten Drittel des Rennens ein Rückstand von rund drei Minuten auf die Spitze. Allein über Performance im Wettbewerb konnte dieser Abstand im weiteren Verlauf des 24-stündigen Dauerlaufs nicht mehr verringert werden. Der Sieg ging an das Trio Pier Guidi, Calado und Ledogar. sda/mt/pss

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