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Lohngleichheit

Frauen verdienen im Kanton Bern noch immer weniger

Die Lohnunterschiede in der Kantonsverwaltung zwischen Frauen und Männern sind gering. Bei den Lehrkräften sind die Lohnunterschiede etwas grösser, aber erklärbar. Dies zeigt die aktuelle Überprüfung der Löhne, die der Regierungsrat zur Kenntnis genommen hat.

Symbolbild: Pixabay
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat die Überprüfung der Löhne zur Kenntnis genommen. Die statistische Analyse wurde laut Kanton mit «Logib», dem Lohngleichheitsinstrument des Bundes, durchgeführt und anschliessend durch ein Revisionsunternehmen formell überprüft, wie der Kanton mitteilt. 
 
Nicht erklärte Differenz
In der Kantonsverwaltung verdienen Frauen bezogen auf den durchschnittlichen Bruttolohn 10,9 Prozent weniger als Männer. Ein wesentlicher Teil dieser Differenz ist laut Mitteilung aber auf nichtdiskriminierende, objektive Faktoren zurückzuführen. So sind weibliche Mitarbeitende durchschnittlich jünger als männliche und zudem weniger lang beim Kanton tätig. Tendenziell übernehmen Männer nach wie vor Stellen, die höhere Anforderungen stellen. Andererseits ist der Frauenanteil bei Stellen ohne Kaderaufgaben grösser. Es verbleibt eine nicht erklärte Lohndifferenz zuungunsten der Frauen von 2,4 Prozent.
 
Erklärbare Lohnunterschiede bei Lehrerinnen und Lehrern
Nach dem gleichen Vorgehen wurden bei allen Lehrpersonen im Kanton Bern die Gehälter auf geschlechtsdiskriminierende Faktoren analysiert. Lehrerinnen verdienen auf den durchschnittlichen Bruttolohn bezogen 10 Prozent weniger als Lehrer. Zwischen den Geschlechtern verbleibt nach Abzug der nichtdiskriminierenden, objektiven Faktoren eine Lohndifferenz von 4,7 Prozent. Aufgrund methodischer Vorgaben wurden allen Lehrpersonen die gleichen Kompetenz- und Funktionsniveaus zugeteilt. Dies führte dazu, dass die Gehaltklassen der verschiedenen Schulstufen miteinander verglichen wurden. Der Umstand, dass auf den höheren Stufen nicht nur die Lohnklasse höher ist, sondern auch mehr Männer unterrichten, erklärt zu einem grossen Teil die gemessene Lohndifferenz. mt 
 

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