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Heftiger Hagelschauer im ganzen Seeland

Die Unwetter vom Montagabend haben den Einsatzkräften im Kanton Bern eine lange Nacht beschert. Hausdächer wurden beschädigt, Wasser drang in Häuser ein. UPDATE

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Wassermasse auf der Hauptstrasse in Grossaffoltern, Video: zvg
Mehrere Strassen mussten unter anderem wegen umgestürzten Bäumen gesperrt werden, wie die Kantonspolizei Bern am Dienstag auf Twitter mitteilte. Zahlreiche Feuerwehren rückten aus.
 
In der Nacht gingen rund 100 Meldungen ein. Bereits am frühen Dienstagabend hatte die Polizei nach heftigen Gewittern und Starkregen mehr als 300 Unwettermeldungen erhalten. Hagelzüge richteten namentlich im Seeland sowie zwischen Bern und Thun erhebliche Schäden an Pflanzen und Bäumen an.
 
In der Gürbetaler Gemeinde Thurnen mussten am Montagabend die Haushalte von rund 1800 Einwohnern zeitweise von der Trinkwasserversorgung getrennt werden. Zuvor war an der Haupt-Trinkwasserleitung ein grosses Leck entdeckt worden.
 
Noch ist nicht bekannt, ob das Leck im Zusammenhang mit dem Gewitter steht. Nach Angaben des zuständigen Gemeinderats Urs Haslebacher trat das Problem kurz nach Ende eines starken Gewitters auf.
 
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Kanton Solothurn: Rund 440 Meldungen wegen Unwettern
Im Kanton Solothurn gingen im Zusammenhang mit den Gewittern am Montagabend rund 440 Meldungen bei der Alarmzentrale ein. In den meisten Fällen ging es um Wassereinbrüche in Gebäude. Vielerorts sind Bäume umgestürzt. Meldungen über Verletzte liegen nicht vor.

Am Montagabend, 22. Juni 2021, entluden sich am Abend zum Teil heftige Gewitter im Kanton Solothurn. In dem Zusammenhang gingen vor allem zwischen 17 und 20 Uhr bei der Kantonalen Alarmzentrale rund 440 Meldungen ein. Besonders betroffen waren die Bezirke Bucheggberg und Wasseramt. Allein aus Gerlafingen gingen fast 100 Meldungen ein. Die örtlichen Feuerwehren standen im Dauereinsatz.

In rund 390 Fällen betrafen die Meldungen Wassereinbrüche in Gebäude. Etwa 50 Meldungen standen in Zusammenhang mit Wind und betrafen vor allem umgestürzte Bäume, zum Teil auch beschädigte Dächer. In Solothurn stürzte gegen 17 Uhr das Baugerüst am Rathaus ein; verletzt wurde niemand. Vielerorts kam es zu Sachschäden. Informationen über Verletzte liegen nicht vor. Im Bucheggberg sind in Folge des Unwetters derzeit vier Strassenabschnitte gesperrt oder nur einspurig befahrbar.
 
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Innerhalb zweier Stunden gingen bei der Kantonspolizei Bern über 300 Unwettermeldungen ein, wie sie auf Anfrage mitteilt. Dabei handelte es sich hauptsächlich um umgestürzte Bäume und Wassereinbrüche. Aufgrund der starken Niederschläge und des Hagels wurden mehrere Keller geflutet.

 
In Meikirch kam es jedoch zu einem schweren Unfall, der mit dem Unwetter zusammenhänge. Weitere Informationen werde man jedoch erst heute mitteilen können, so eine Sprecherin.

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Der Verkehr wurde aufgrund der Wassermassen teils ausgebremst, so etwa auf der A6 zwischen Brügg und Schönbühl oder auf der Hauptstrasse zwischen Ipsach und Mörigen. Auch der Schienenverkehr ist teilweise eingeschränkt. BT-Lesende berichten nicht nur von überfluteten Strassen, sondern auch von Hagelkörnern so gross wie Golfbälle.

Ein Pendler meldete, dass der Lärm im Regionalzug S3 von Biel Richtung Bern kurz nach 17 Uhr aufgrund der aufs Dach prasselnden Hagelkörner ohrenbetäubend gewesen sei. Die Fahrgäste hätten bange Blicke getauscht, der Zug verkehrte aber ohne Einschränkungen weiter.

Von verwüsteten Gärten wurde aus der Region Täuffelen-Gerolfingen berichtet und eine Leserin aus Port meldete überflutete Keller und eine zentimeterdicke Hagelschicht auf der Strasse.

Bild: zvg

Warnstufe: Rot! Kurz nach 16 Uhr hat Meteo Schweiz für die Region Biel aufgrund heftiger Gewitter die Gefahrenstufe 4 ausgerufen. Diese ist auf der Skala die zweithöchste Stufe und steht für „Grosse Gefahr“. Tatsächlich entlud sich um 17 Uhr über dem Seeland ein Unwetter mit kräftigen Windböen, Regen und vor allem starkem Hagel.

In Studen stand die Bahnhofunterführung komplett unter Wasser. In Cressier wurde eine Sturmböe von 101 Stundenkilometern gemessen, auf dem Chasseral gar eine Orkanböe von 121 Stundenkilometern, wie Meteo News auf Twitter mitteilte. Der Kanton Bern vermeldete kurz nach 18 Uhr, die Einsatzzentralen seien stark ausgelastet und hat die Bevölkerung gebeten, auf nicht dringende Anrufe zu verzichten. lsg

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In Grossaffoltern bahnte sich eine grosse Wassermenge auf der Haupstrasse ihren Weg, Bild: zvg

Innerhalb weniger Minuten entlud sich eine gewaltige Wassermasse über der Region. Dazu sorgten heftige Gewitter und Hagelkörner für eine beklemmende Stimmung im Seeland. Einige Leser-Reporterinnen berichten von überfluteten Kellern. Auch wurden vereinzelt sogar Zieglsteine von Dächern heruntergerissen.

Viele Pendlerinnen und Pendler müssen zudem mit Verspätungen rechnen, da der Bahnverkehr aktuell beeinträchtigt ist. Vielerots standen die Strassen kurzzeitig unter Wasser. Auf der Autobahn A6 war die Fahrstrecke stellenweise überschwemmt. sd

Bild: BT-Leserreporterin Heidi Schafroth

BT-Leserreporterin Heidi Schafroth schreibt: "Nachdem das Handy für Port eine Sturmwarnung mit Hagel ab 16:00 Uhr herausgab, begann der starke Wind. Kurz vor 17:00 Uhr fielen die Hagelkörner auf den Boden und bedeckten auch einen ganzen Sitzplatz."

Update folgt...

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