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Davos/Baikalsk

Wasserbotschafter gibt Sibirien-Abenteuer wegen Herzproblemen auf

Der Schweizer Wasserbotschafter und Expeditionsschwimmer Ernst Bromeis aus Davos hat sein Sibirien-Abenteuer auf dem Baikalsee abbrechen müssen. Herzrhythmusstörungen zwangen ihn zur Aufgabe.

(sda) Bromeis teilte am Dienstag mit, er leide zehn Tage nach dem Start seiner Expedition durch den Baikalsee unter Herzrhythmusstörungen. Er müsse zur medizinischen Abklärung in die Schweiz zurückkehren.

Der 51-jährige Bündner war vor knapp zwei Wochen in Kultuk, am Südwestende des Sees, gestartet und seither fast 60 Kilometer geschwommen. Sein Ziel war es, den Baikalsee entlang des östlichen Ufers auf der gesamten Länge von 900 Kilometern zu durchschwimmen. Diesen Plan musste er aufgeben.

"Nachts rast mein Herz", an einen erholsamen Schlaf sei nicht zu denken, schrieb Bromeis. Tagsüber im Wasser fehle es ihm dann an Energie. Ihn begleite ein Gefühl der Unsicherheit. Eine Herzkrise im Wasser wäre lebensbedrohlich, wie der Extremschwimmer weiter schrieb.

Der Baiklalsee in Sibirien hat für Bromeis eine spezielle Bedeutung, weil er die grösste Süsswasserreserve auf der Erde ist. Mit seinen Expeditionen will er Menschen für Themen um das Wasser sensibilisieren.

Ernst Bromeis war 2014 der erste Mensch, der den Rhein von der Quelle in den Alpen auf einer Länge von 1247 Kilometern bis zur Mündung in Holland durchschwamm. Für seine Initiative "Das blaue Wunder" durchschwamm er zudem alle 200 Seen seines Heimatkantons Graubünden und die grössten Seen in jedem Kanton.

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