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Serie

Stürmische Tage auf See

Die BT-Korrespondentin berichtet von ihrer dreimonatigen Kreuzfahrt. Neunter Teil

Lächeln für die Kamera: Autorin Lotti Studer mit Koala. zvg
  • Dossier

Sydney – allein von dieser grandiosen Stadt gäbe es mehrere Beiträge zu schreiben. Harbour-Brücke, Opernhaus, Bondi-Beach und Hafenumgebung sind die meist besuchten Attraktionen dieser Metropole. Die australische Einwanderungsbehörde ist ähnlich der amerikanischen, sehr streng. Es gibt wiederum eine face-to-face-Kontrolle, die dauert. In Sydney sieht man alle Nationalitäten, hauptsächlich auch hier Chinesen und Japaner. Anders als in Biel hat es in dieser Stadt zahlreiche saubere, öffentliche WC-Anlagen.

Höhepunkt unseres Aufenthaltes in Sydney ist der Besuch von «My Fair Lady» im Opernhaus. In der Innenstadt, in der Banken und Versicherungen angesiedelt sind, herrscht emsiges Geschäftstreiben. Männer und Frauen in dunklen Anzügen hetzen, mit dem Handy zwischen Schulter und Ohr eingeklemmt, die Mappe in der linken, ein Getränkebecher in der rechten Hand, durch die Strassen dem nächsten Geschäft nach. Gegessen wird in den zahlreichen Fastfood-Restaurants.

Die «Luminosa» liegt am Pier direkt in der vielbesuchten Hafengegend, nur einen Steinwurf vom Zentrum entfernt. Das berühmte Opernhaus und die Harbour-Brücke in Sichtweite. Die am 19. März 1932 eröffnete Stahlbrücke mit einer Spannweite von 503, einer Maximalhöhe von 134 über dem Meeresspiegel und einer Breite von 50 Metern wurde 2007 an ihrem 75. Jahrestag als nationales Denkmal in die Australian National Heritage List eingetragen. Von den Einheimischen wird sie «coat hanger» (Kleiderbügel) genannt.

Kurz nach dem Auslaufen kommt die Durchsage, dass infolge technischer Probleme die «Luminosa» nicht mehr mit voller Kraft fahren könne. In Perth können wird so nur eine kurze Zeit anlegen. Für uns sehr ärgerlich, wollte uns doch dort der ausgewanderte Erlacher Eugen Fischer zu einem Besuch abholen.

Sehr viele Passagiere sind empört, weil angeblich aus Sicherheitsgründen der Zeitplan nicht eingehalten werden kann.

In Melbourne besuchen wir die weltbekannte Rod-Laver-Tennis-Anlage. Hier finden wir voller Stolz in der Siegergalerie des Australian Open Roger Federer, Martina Hingis und Stan Wawrinka gleich achtmal vertreten. Fast verspüre ich in diesen Mauern die Aura von Roger Federer.

Weil Kapitän Matteo Fava die «Luminosa» während drei Tagen durch ein Sturmtief navigieren muss und laut Gerüchten auf dem Schiff nur noch vier von sechs Generatoren funktionieren, kommen wir mit einem Tag Verspätung in Perth an. Das Wichtigste jedoch ist, dass sich das Meer nach drei stürmischen Tagen in der Tasmanischen See endlich wieder beruhigt hat. In der Morgenfrühe sichten wir auf Steuerbordseite eine Insel mit einem flachen langen Ausläufer. Sofort denke ich dabei an unsere St. Petersinsel. Lotti Studer

Stichwörter: Bord-Serie

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