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Regierungsrat stimmt Einheitsstandort zu

Der Berner Regierungsrat befürwortet in seinem Bericht an den Grossen Rat einen "Campus Technik" als Einheitsstandort in Biel. Die Stadt Biel und das Komitee Campus Biel begrüssen diesen Entscheid.

Regierungsrat stimmt Einheitsstandort zu<br />

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(mt) Der Regierungsrat hat im Februar 2011 beschlossen, die Berner Fachhochschule in Bern und Biel zu konzentrieren. Der Grosse Rat hat daraufhin verlangt, dass die Gründe für diesen Entscheid in einem Bericht dargelegt werden. In ihrem zuhanden der Januarsession verabschiedeten Bericht zeigt die Regierung auf, welche Überlegungen und Fakten zu diesem Entscheid geführt haben.<br /><br />

Die Berner Fachhochschule (BFH) steht mit den anderen Schweizer Fachhochschulen in einem Konkurrenzkampf um Studierende, Dozierende und Finanzen. Grösster Nachteil der Schule ist ihre räumliche Zersplitterung auf insgesamt 26 Standorte in Bern, Biel und Burgdorf. Weil die BFH nur eine mittelgrosse Fachhochschule ist, beeinträchtige diese Zersplitterung den Hochschulbetrieb ganz erheblich. "Will die BFH langfristig im Konkurrenzkampf bestehen", so der Regierungsrat in seinem Bericht, "kommt sie um eine Konzentration nicht herum."<br /><br />

Eine Investition in die Fachhochschule stärke die Ausbildungsstandorte Bern und Biel und sei aufgrund der aktuellen Konkurrenzsituation dringend notwendig. Die vom Regierungsrat beschlossene Lösung bringe die erforderliche bildungs- und wirtschaftspolitische Stärkung und sei finanziell und zeitlich machbar.<br /><br />

<b>Campus Technik</b><br />
In einer ersten Etappe sollen die beiden Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau in einem neuen Campus Technik konzentriert werden. Damit können momentan die grössten Synergien in Lehre und Forschung erzielt werden. Die Neubauten können zügig auf dem grösstenteils der Stadt Biel gehörenden Areal unmittelbar beim Bieler Bahnhof erstellt werden.<br /><br />

Das Departement Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit sowie die Hochschule der Künste sind heute bereits in Bern und können in einer zweiten Etappe räumlich konzentriert werden.
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<b>Stadt Biel begrüsst Bericht</b><br />
Die Reaktion seitens der Stadt Biel erfolgte prompt: In einer Medienmitteilung unterstützt sie die Haltung des Regierungsrates.<br />
Der Bericht bestätige die Richtigkeit des regierungsrätlichen Entscheides vom letzten Februar aus bildungspolitischer und wirtschaftlicher Sicht. Die Stadt Biel sei weiterhin überzeugt, dass ihr Angebot für die Errichtung des Campus Technik, die Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau umfassend, den Bedürfnissen der BFH entspreche.<br />
"Die Wirtschaftsstruktur unserer Region ist ideal für die Vernetzung und gegenseitige Befruchtung mit diesen Teilen der BFH und der urbane Standort entspricht den Wünschen und den Erwartungen der Studierenden. Die Stadt Biel wird sich zusammen mit der Region Seeland-Berner Jura und den Wirtschaftsverbänden weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der Grosse Rat diesen für die Zukunft der BFH wegweisenden Schritt unterstützen wird.", heisst es in der Medienmitteilung.<br /><br />

Auch das Komitee Campus Biel/Bienne begrüsst die Schlussfolgerungen des Regierungsrates<br /><br />

Eine etappierte Teilkonzentration stärke die Berner Fachhochschule sowie den Bildungsstandort Kanton Bern.

Der Regierungsrat habe die Zeichen der Zeit erkannt, meint das Kommitee. "Der Wirtschaftsstandort Kanton Bern braucht eine renommierte Fachhochschule." Eine etappierte Teilkonzentration der BFH-Standorte verbessere die Entwicklungsmöglichkeiten der Schule und schaffe wichtige Synergien innerhalb der BFH. Die Schule könne sich effizienter und kostengünstiger organisieren, die Kooperation zwischen Dozierenden und Studierenden werde optimiert.<br /><br />

<b>Gute Voraussetzungen in Biel</b><br />
Das Komitee Campus Biel/Bienne ist laut Medienmitteilung überzeugt, dass in Biel ein konkurrenzfähiger Campus Technik entstehen wird, der den Studierenden sowie den Dozierenden das nötige Umfeld bieten kann. Biel biete einmalige Voraussetzungen in einem idealen Umfeld für einen zukunftsgerichteten Campus: Überdurchschnittlich viele Hightech-Firmen in allen Facetten, gelebte Zweisprachigkeit, ein reiches Kulturleben, eine lebendige, weltoffene Stadt, eine einzigartige Seenlandschaft mit nahezu grenzenlosen Freizeitangeboten.

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