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Kunstvolle Frisuren und spektakuläre Manöver

Die BT-Korrespondentin berichtet von ihrer dreimonatigen Kreuzfahrt. Dritter Teil.

Symbolbild: pixabay.com
  • Dossier

Lachende Menschen in bunten Kleidern und Düfte von Gewürzen, Meer und Schweiss empfangen uns im Hafen von Port Castries auf der Insel St. Lucia in der Karibischen See.

Pünktlich navigiert der mit einem kleinen Motorboot an Bord gebrachte Lotse das Kreuzfahrtsschiff Costa Luminosa durch eine schmale Meerenge in den Naturhafen von Port Castries. Das Schiff dreht sich, um dann seitwärts am zugewiesenen Pier vor Anker zu gehen. Weil das Wasser nicht sehr tief ist, wird bei der Drehung eine Unmenge Dreck aufgewirbelt und die klare Wasseroberfläche verwandelt sich in eine braune Brühe.

Das zentimetergenaue Andocken eines so grossen Schiffes ist immer aufs Neue ein spektakuläres Manöver. Es dauert Stunden, bis die Tanks aufgefüllt sind und die Kühlräume nach fünf Tagen auf hoher See wieder mit Getränken und Lebensmitteln aufgefüllt sind.

Am Hafen wartet eine Unmenge Taxis auf die aussteigenden Passagiere. Schliesslich möchte jeder auf der Insel ein Stück vom Kuchen, sprich Tourismus, abschneiden.

Bei der abendlichen Ausfahrt aus dem Hafen ertönt im Lautsprecher, wie bei jeder Hafenausfahrt, das Lied von Andrea Bocelli: «Time to Say Goodbye». Dabei berührt die Stimme Bocellis die Herzen und versetzt auch mich jedes Mal in eine melancholisch-romantische Stimmung.

Am Morgen des 14. Septembers geht die Luminosa in St. George’s, der Hauptstadt des im Jahre 1498 von Christoph Columbus entdeckten Insel Grenada, vor Anker. Wieder erwartet uns ein sonniger, heiss-schwüler Tag. Die kunstvollen Frisuren der Frauen fallen uns auf. Sie tragen wahre Kunstwerke auf ihren Köpfen.

In der Stadt werden wir kurz von einem fünfminütigen Tropenregen überrascht, danach ist der Himmel sofort wieder blau und die Temperaturen hoch. Beim Abschied erstrahlt St. George’s im goldenen Licht der untergehenden Sonne.

Die dritte Karibik-Insel, die wir besuchen, ist Aruba. Sie gehört zu den holländischen Antillen und hat nur 110 000 Einwohner, welche grösstenteils vom Tourismus leben. Die Strände auf Aruba gehören zu den schönsten in der ganzen Karibik. Türkisfarbiges, sauberes Wasser und weisser, puderzuckerartiger Sand erwarten uns. Die Insel gehört zu Holland, wird jedoch von einem eigenen Parlament regiert.

Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich meinen Geburtstag auf einer Karibik-Insel feiern.

Dann navigiert uns Kapitän Matteo Fava nach Kolumbien in die Hafenstadt Cartagena. Die seit Jahrhunderten wichtige Hafenstadt ist die fünftgrösste Stadt Kolumbiens mit einer phantastischen Altstadt und einer mächtigen Festung, die die Stadt vor der Piraterie schützt. Heute wird sie die Königin der Karibik genannt. Lotti Studer

Kommentare

Armin

Mir fehlen Komentar 3 und 4 weil ich in den Ferien war. Können sie mir diese bitte schicken.


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