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Erster Bordbericht von einer Weltreise

Die BT-Korrespondentin berichtet von ihrer dreimonatigen Kreuzfahrt. Erster Teil.

Symbolbild: Pixabay
  • Dossier

Reisebeginn Noch ist es stockdunkel, als der moderne, luxuriöse Car mit 61 Passagieren die Weite des Seelandes verlässt und Richtung Wallis fährt, um auch in Martigny noch einige Fahrgäste zusteigen zu lassen. Schnell zeichnet sich ab, dass sich unter den erwartungsvollen Passagieren – die meisten Rentner – eine lustige, gut gelaunte Truppe bilden wird. Muss ja auch so sein, denn schliesslich werden die meisten von ihnen drei Monate zusammen unterwegs sein.

Der Tag beginnt mit einem wunderbaren Sonnenaufgang. Die Sonnenstrahlen blinken durch die noch grünen Lärchen und Laubbäume bei der Anfahrt zum Tunnel des Grossen Sankt Bernhard.

Ein neuer Tag, der Anfang einer langen Reise um die Welt. Die Häuser im Wallis und im Aostatal sind mit vielen bunten Blumen geschmückt und die Gartenbeete mit ihrem frischen Gemüse an den steilen Hängen der tiefen Täler erscheinen wie aufgehängt.

Nach einer kurvenreichen Fahrt erreicht der Car die weite und flache Poebene mit den schachbrettartig angelegten Reisfeldern. Es wird immer wärmer, das Thermometer zeigt um die Mittagszeit bereits über 27 Grad, im Car jedoch ist es angenehm kühl. Die Passagiere werden von der Bordhostess Therese stets ansteckend lachend versorgt. Beat und Fredi chauffieren den Bus routiniert und sicher in den Hafen von Savona.

Da steht sie nun majestätisch im Hafen, die Costa Luminosa, deren Anblick das Herz eines jeden begeisterten Schifffahrers höherschlagen lässt. Mit einer Länge von 294 Metern und einer Breite von 32,3 Metern ist sie zwar riesig, doch bereits schwimmen noch grössere Kolosse auf den Weltmeeren umher. Auf der Costa Luminosa finden 2800 Passagiere Platz, welche von einer 934-köpfigen Crew verwöhnt werden. Dass das Schiff bereits sieben Jahre alt ist, wird erst auf den zweiten Blick erkennbar. Schon bald soll es komplett überholt werden, damit der erforderliche höchste Komfort wieder auf den neuesten Stand gebracht werden kann. Die dreimonatige Reise auf der Luminosa wird mit Sicherheit kein Trip für Trekkingfans, Individualisten, Rucksacktouristen oder Abenteurer. Auf diesem Schiff hat es nur Geniesser und Nichtstuer, aber auch keine Rösti-, Cervelat- und Fondue-Vermisser.

Die Costa Luminosa legt beim Einnachten ab und verlässt den Hafen von Savona Richtung Marseille. In der dunklen Nacht liegt ringsum nicht mehr das Seeland oder die Poebene, sondern die Weite des Meeres, des Mittelmeeres. Lotti Studer

Stichwörter: Serie, Meer, Kreuzfahrt, Ferien

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