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Bund klemmt beim A5-Ostast

Bund klemmt beim A5-Ostast Die Linienführung des A5-Westastes ist wieder offen. Dies könnte a

uch den Zeitpunkt der Eröffnung des Ostastes verzögern, befürchtet Grossrat Peter Moser.

<BR><BR> Mike Sommer

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Hat der Kanton die Büchse der Pandora geöffnet, als er den Gemeinden der Agglomeration Biel im Februar zugestand, den Westast der A5-Umfahrung noch einmal grundsätzlich zu überdenken? Bis zum Sommer 2010 haben die Gemeinden Zeit, eine gemeinsame Haltung zum Westast zu finden. Der umstrittene Anschluss Biel Zentrum, der Porttunnel, der Anschluss Seefels, ja sogar der (vom Bund gestrichene) Anschluss Orpund - alles hängt zusammen, und jede Gemeinde hat eigene Interessen. Die Arbeitsgruppe der Behörden unter dem Bieler Stadtpräsidenten Hans Stöckli steht vor einer schwierigen Mission.<BR><BR>
Eine Situation, die FDP-Grossrat Peter Moser beunruhigt. Seit Jahren setzt er sich für einen zügigen Bau der Umfahrung ein. Das Licht am Ende des Tunnels, das er schon zu sehen geglaubt hatte, scheint nun wieder zu verlöschen: «Am wichtigsten ist, dass der Ostast wie geplant 2016 eröffnet werden kann, damit wenigstens ein Teil der Stadt vom Verkehr entlastet wird.»

Warten auf das Uvek

Doch genau dies sei nun in Frage gestellt. Mosers Argumentation: Ob und wie «Biel Zentrum» sowie der Porttunnel gebaut werden, hat Auswirkungen auf die Gestaltung der A5-Bauwerke im Brüggmoos. Das Ausführungsprojekt Brüggmoos befindet sich seit Herbst 2006 im Genehmigungsverfahren beim Uvek (Departement für Umwelt, Verkehr und Kommunikation). Dass die (ursprünglich 59) Einsprachen immer noch nicht bereinigt sind, gibt Peter Moser zu denken: «Ich habe Signale von Mitarbeitern des Kantons, dass der Bund klemmt.» Solange «Biel» nicht wisse, was es mit dem Westast wolle, sehe man beim Uvek keinen Grund zur Eile im Brüggmoos.<BR><BR>
Genauer wissen, was hinter den Kulissen geht, ist nun die Motivation für eine Interpellation, die Peter Moser gestern im Kantonsparlament eingereicht hat. Insbesondere möchte er vom Regierungsrat Auskunft, wo die Einspracheverhandlungen zum Bereich Brüggmoos stehen. Konkret auch die Frage: «Riskieren wir, dass ein fertig gestellter Ostast nicht termingerecht in Betrieb genommen werden kann, weil ein Anschluss im Brüggmoos fehlt?». Gemäss seinen Informationen müsse im Brüggmoos nämlich noch in diesem Jahr der Baubeginn erfolgen, sollen die umfangreichen Bauwerke bis 2016 zur Verfügung stehen. Und dies wird zweifellos nicht geschehen.

Die «Mühlefeld-Brille»

Mosers Befürchtungen werden von Brüggs Gemeindepräsident Charles Krähenbühl geteilt: «Westast, Porttunnel, Brüggmoos und Ostast - alles hängt zusammen. Und so wie es jetzt läuft, läufts nicht gut.» Krähenbühl macht keinen Hehl daraus, dass Brügg gar nicht begeistert von der Idee eines Porttunnels ist, da dieser zu massivem Mehrverkehr in seiner Gemeinde führen werde - wenn auch nur ganz am Rand des Brüggmooses. Krähenbühl: «Ich verstehe aber auch Biel nicht. Ein Verzicht auf «Biel Zentrum» verlagert einfach den Verkehr von dort in andere Gegenden, etwa an die Portstrasse.» Und Peter Moser fügt an: «Das Problem Westast darf nicht nur durch die «Mühlefeld-Brille» betrachtet werden, das wäre zu einfach. Es gibt übergeordnete Gesichtspunkte.»

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