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A5-Studie favorisiert Porttunnel

A5-Studie favorisiert Porttunnel Der Porttunnel wäre eine gute Lösung für viele Verkehrspr

obleme der Region. Dies zeigt eine unveröffentlichte Studie im Auftrag des Kantons.

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CD. Die Debatte um die Verkehrsführung der Autobahn A5 durch Biel ist neu entbrannt. Der Porttunnel schneide in der Gesamtbilanz «spürbar besser» ab, passe besser zum geplanten Ausbau des öffentlichen Verkehrs am rechten Bielerseeufer und sei optimal für den Bau des Regiotrams: Das steht in der brisanten Doppelstudie des renommierten Planungsunternehmens «Metron». Zudem entfalle beim Bau des Porttunnels im Bereich Nidau/ Biel der «Eingriff in den Stadtraum durch die Rampen des Zubringers Zihlunterquerung», heisst es weiter.<BR><BR>
Einen Teil dieser Resultate haben Mitarbeiter der Baudirektion vor wenigen Tagen der rund 30köpfigen Begleitgruppe kurz präsentiert. Dies hat den Bieler Baudirektor Hubert Klopfenstein zu einer Kehrtwende bewogen: Er setzt neu auf den Porttunnel und will stattdessen auf den umstrittenen Autobahnanschluss BielZentrum verzichten, welcher einen 200 Meter langen Einschnitt beim früheren Schlachthof verursachen würde. Er hat dazu mit freisinnigen und grünen Grossratskollegen am Montag ein Postulat eingereicht (das BT berichtete).

«Optimale Voraussetzungen»
Das «Bieler Tagblatt» hat nun von einer gut unterrichteten Quelle erfahren, wie der Porttunnel in der Studie im Detail bewertet wird. Dieser würde zusammen mit dem Regiotram im Siebeneinhalb-Minuten-Takt «optimale Grundvoraussetzungen» für die Umsetzung der regionalen Entwicklungsstrategie schaffen, heisst es im Papier.<BR><BR>
Auch die Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden werden bewertet. Nidau beispielsweise könnte laut Studie im Vergleich zu heute von einer geringeren Verkehrsbelastung im Stadtzentrum und von mehr Sicherheit profitieren – müsste aber dafür auf die geplante Begegnungszone verzichten. In Port könnte die Allmendstrasse von viel Durchgangsverkehr befreit werden, wodurch auch die Schulwege sicherer würden.<BR><BR>
Für Ipsach, wo das Tunnelportal beim Schlössli zu liegen käme, fällt die Beurteilung neutral aus. Einzig die Gemeinde Brügg müsste im Industriegebiet beim Wehr, wo das zweite Tunnelportal hinkäme, mit Zusatzverkehr rechnen; dafür würde sich aber die Standortgunst von Brügg erhöhen, heisst es weiter.<BR><BR>
Eine weitere Analyse zeigt auf, auf welchen Strassen bei einem Bau des Porttunnels und Verzicht auf Biel-Zentrum der durchschnittliche Verkehr pro Tag zuoder abnimmt. Die Seevorstadt müsste 35 Prozent mehr, die Wehrbrücke in Port 85 Prozent mehr Verkehr absorbieren. Dafür würde sich im Vergleich zu heute der Verkehr auf der Murtenstrasse um 45 Prozent, auf der Ländtestrasse um 60 Prozent, auf der Nidauer Hauptstrasse um 50 Prozent und auf der Portstrasse um 15 bis 30 Prozent reduzieren.

Keine Mehrkosten

Erstaunlich: Laut Fachleuten dürfte der Bau des Porttunnels nicht zu Mehrkosten führen, da er im Gegensatz zur Variante Zihlunterquerung nicht durchs Grundwasser führt und zum Teil im Tagbau erstellt werden könnte. Ob die Variante Porttunnel, die im Oktober 2007 vom Nidauer Gemeinde lanciert und vom Kanton zunächst abgelehnt wurde, nun weiter verfolgt wird, muss am nächsten Dienstag die Behördendelegation entscheiden.<BR><BR>
Für Gemeinderat Hubert Klopfenstein steht fest, dass er den Anschluss Biel-Zentrum bekämpfen will. Er stört sich nicht nur am offenen Einschnitt; er hat errechnet, dass beim Bau des Einschnitts während einer Bauzeit von acht Jahren mit einer Baustelle in der 50-fachen Grösse der heutigen Baustelle an der Kanalgasse zu rechnen wäre: «Das kann und will ich als Baudirektor nicht verantworten.

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