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10+1 Playlist

Songs, ohne die ich nicht leben könnte - von DJ Mo-B

In unserer Serie suchen wir die zehn besten Lieder aller Zeiten. Und weil es so schwer ist, legen wir einen Song oben drauf. Stellen auch Sie sich der Herausforderung. Das ist die 10+1 Playlist von BT-Sportredaktor Moritz Bill alias DJ Mo-B.

Seit dem „Blueprint“-Album gehört Rapper Jay-Z in alle Top-Listen von DJ Mo-B. keystone

Vorneweg: Zehn Songs sind zu wenig. Daran ändert auch das +1 nichts. Es gibt einfach zu viele gute Lieder. Schon eine Top-11 pro Genre wäre zu wenig. Egal, ich versuch es trotzdem. Morgen könnte meine Wahl aber schon wieder komplett anders ausfallen.

 

 


Patent Ochsner – 19-100-4

Eines muss mal gesagt sein: Ich fand Patent Ochsner schon gut, bevor Hipster-Teenies die W.Nuss von Bümpliz auf dem Gurten mitgegrölt haben, als befänden sie sich gerade am Ballermann. Item. 19-100-4 befindet sich auf dem grandiosen Gmües-Album. Der Tour-Stopp in Biel war damals mein erstes Konzert im Chessu. Schon allein deswegen gehört ein Ochsner-Song auf die Liste. „Gloub keim wo bhouptet, Hüng wo bäue bysse nid, sie bäue nume bis de schlafsch & bysse denn.“ Von solchen Texten könnten sich die Adi Sterns und Plüschs mal eine Scheibe abschneiden.

 


Stevie Wonder – Master Blaster (Jammin’)

Stevie kann alles. Auch Reggae. Passend zu diesem Sommer: It’s hotter than July!

 


Kanye West – Dark Fantasy

Seit er Kim Kardashian geehelicht hat, seine Tochter mal eben North West taufte und sich immer in die Opferrolle stellt, geht der Herr West auch mir auf die Nerven. Aber musikalisch hat Kanyeezy halt schon einiges auf dem Kasten. Viele wissen beispielsweise nicht, dass er für andere Rapper unzählige Hits produziert hatte, bevor seine Solokarriere so richtig in Schwung kam. Dark Fantasy ist der Opening-Track des Meisterwerks „My Beautiful Dark Twisted Fantasy“, genau so muss ein Album beginnen. „The plan was to drink until the pain over, but what's worse, the pain or the hangover? Fresh air, rolling down the window, too many Urkels on your team, that's why your wins low“. Grossartig. „Can we get much higher?“ Ich glaube nicht.

 


RJD2 – 1976

Das entsteht, wenn ein US-Amerikaner beim Diggen unter anderem auf 80er Pop aus Deutschland und spanische Schnulzen stösst. Sampling at it’s best.

 


Wu-Tang Clan – Triumph

Erste Singleauskopplung vom mit riesen Erwartungen ersehnten „Wu-Tang Forever“-Album. Und was liefert der Clan ab? Ein 6-Minuten-Song ohne Refrain. Purer Rap. Die Radios wollten den Song erst nicht spielen und baten um eine kürzere, radiotauglichere Version. Chef RZA verweigerte und schaffte damit das für unmöglich Gehaltene: Die Radios spielten den Song. „Wu-Tang Clan ain’t nuthin’ ta fuck wit“.

 


The Notorious B.I.G. – Hypnotize

Ein solches Komplettpaket wie Biggie wird es wohl nie mehr geben. Flow, Stimme, Lyrics – beim Notorious B.I.G. passte einfach alles zusammen. Heute entscheide ich mich für „Hypnotize“, aber eigentlich hat fast jeder der in seiner leider kurzen Karriere veröffentlichen Songs Potenzial für eine Lieblings-Songs-Liste.

 


Al Green – If Lovin’ you is wrong

Wer diese Nummer nicht fühlt, hat ein Problem. Punkt.

 


Jay Z – U don’t know

Für mich gibt es eine Zeit vor dem „Blueprint“-Album und eine Zeit nach dem „Blueprint“-Album (unabhängig vom Release-Date 11. September 2001...). Zuvor fand ich Jay Z ganz ok, aber mit diesem Wurf katapultierte er sich in alle meine Top-Listen, die ich je zusammenstellen werde. Im Gegensatz zu dem damals angesagten Club-Sound setzte Mr. Carter überraschend auf aus Soul-Samples basierende Beats (für einen Grossteil davon zeigte sich übrigens ein damals noch unbekannter Produzent namens Kanye West verantwortlich). Auf dem gesamten Album fällt kein Song ab. Heute entscheide ich mich für „U don’t know“, produziert vom zweiten dominierenden „Blueprint“-Produzenten Just Blaze . Was für ein Brett, wie man im Hip-Hop-Jargon zu pflegen sagt. Das sollte eigentlich die Einlaufhymne eines jeden Sportlers sein: „I will not lose, ever“

 


Chlöisu Friedli - Sünneliblues

„Wo häre Geisch?“ gehört in jede Schweizer Plattensammlung. „Sünneliblues“ ist quasi der erste Freestyle-Rap auf Mundart – und bis heute unerreicht.

 


Tom Waits – Ol’ 55

Den Song muss man mit offenem Verdeck auf einer ablegenden Strasse in den Staaten hören. Hier eine Live-Version mit einleitender Story. Auf der Album-Version ist Waits’ Stimme noch nicht ganz so rau...

 


Stereophonics – Maybe Tomorrow

So, ein guter Pop-Song gehört auch noch auf so eine Liste. Ich entscheide mich für Maybe Tomorrow. Erstmals hörte ich den Song im Abspann von „L.A. Crash“. Guter Film, guter Song. But maybe tomorrow würde ich mich für einen anderen Song entscheiden...

 

11 Lieder, ohne die Sie nicht leben könnten: Trauen Sie sich zu, Ihre eigene 10+1 Playlist zu kreieren. Schicken Sie uns Ihre Liste mit einer kurzen Beschreibung zu jedem Song an internet@bielertagblatt.ch und wir publizieren sie. Unter allen Einsendungen (ausgeschlossen Mitarbeiter der Gruppe Gassmann) verlosen wir drei dieser exklusiven Canal 3-Kopfhörer. Alle bisher erschienenen Beiträge gibt es unter diesem Link.

 

Und ja, treue Leser, da war schon mal was. Vor einem Jahr haben wir die besten Filme ever, ever, ever gesucht. Das Dossier von damals gibt es hier.

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