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Kanton Solothurn

Weniger Unfälle aber mehr verletzte Personen

Auf den Strassen des Kantons Solothurn ereigneten sich 2018 erneut weniger Unfälle als im Vorjahr. Die Anzahl der dabei verletzten Personen stieg jedoch an.

Symbolbild: Keystone

Verkehrsunfälle: Weniger Unfälle jedoch mehr verletzte Personen
Im Kanton Solothurn ereigneten sich im Jahr 2018, im Vergleich zum Vorjahr, erneut weniger polizeilich rapportierte Verkehrsunfälle. Insgesamt wurden 1 290 (2017: 1 295) Verkehrsunfälle registriert, was einer minimen Abnahme von 0,4 Prozent entspricht. Bei 581 Verkehrsunfällen (2017: 572) wurden insgesamt 770 (718) Personen verletzt, was eine Zunahme von 52 Personen oder etwas mehr als 7 Prozent ausmacht. Auch verloren mit 9 (7) Personen mehr Menschen ihr Leben im Strassenverkehr als im Vorjahr. Ebenfalls erhöht haben sich mit 112 (72) die schwer und mit 649 (639) die leicht verletzten Personen.

Geschwindigkeitskontrollen: mobile Messungen an neuralgischen Punkten
Im Jahr 2018 führte die Polizei insgesamt 1 481 Geschwindigkeitskontrollen mit mobilen und semistationären Anlagen durch (2017: 1 463), der grösste Teil davon innerorts. Mit mobilen Anlagen wurden insgesamt 1 784 913 Fahrzeuge gemessen (1 610 997) von denen 121 548 zu schnell fuhren (114 359). Die durchschnittliche Übertretungsquote lag damit bei 6,8 Prozent (7,1 Prozent). Die festgestellten Übertretungsquoten blieben im Durchschnitt konstant bei 1,3 Prozent (1,3 Prozent). Bei insgesamt 12 (7) Fällen lagen die Geschwindigkeitsübertretungen im Bereich, die den Raser-Tatbestand erfüllten.

Beeinträchtigte Fahrfähigkeit: Mehr Personen unter Alkoholeinfluss festgestellt
Mit knapp 21 Prozent war im 2018 eine massive Zunahme an «Fahrzeuglenkenden unter Einfluss von Alkohol» feststellbar. Die Zahl stieg im Kanton Solothurn von 444 auf 537 Personen. Hingegen sank die Zahl der festgestellten Fälle, bei denen die Lenkenden unter Einfluss von Drogen oder Medikamenten standen von 312 auf 279.

Ablenkung durch Smartphone nimmt zu
Als Massnahme zur Reduktion von «Verkehrsunfällen infolge Unaufmerksamkeit und Ablenkung » wurde im 2018 der Fokus auf die Verkehrsregelverletzungen im Zusammenhang mit der Benützung eines Smartphones gelegt. Bei der «Verwendung eines Telefons während der Fahrt» wurden 2 525 Widerhandlungen festgestellt, 76 Prozent mehr als im Vorjahr (1 433). Eine Zunahme von 526 auf 809 Widerhandlungen (+54 Prozent) wurden auch bei den registrierten Fällen der «Vornahme einer Verrichtung» verzeichnet, unter welche beispielsweise das Schreiben von Kurznachrichten fällt. mt

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