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Gewerbe

Landi Seeland: Geschäft blüht

Die Landi Seeland hat im letzten Jahr einen Umsatz von 101 Millionen Franken erzielt.
48 Millionen davon wurden im Bereich Agrar erwirtschaftet – so viel wie in keiner anderen Landi der Schweiz.

Landi in Dotzigen. Bild: bt/a

Die Generalversammlung von Landi Seeland fand im Vorfeld des «Gmüesfeschtes uf em Hof» in der Halle von Ueli Fankhauser in Ried bei Kerzers statt. Marcel Kissling leitete die 9. Generalversammlung der Landi Seeland erstmals als Präsident. Seine anfängliche Nervosität verglich er symbolisch mit dem «Rednerpult» des alt Bundesrates Johann Schneider-Ammann. Alle Geschäfte wurden einstimmig genehmigt.

Wechsel bei den Delegierten
Martin Schmid, Vorsitzender der Geschäftsleitung, erläuterte den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung. Die Landi Seeland konnte im 2018 einen Gesamtumsatz von 101 Millionen Franken erreichen, sagte Schmid. Davon stammen 48 Millionen Franken aus dem Geschäftsbereich Agrar. «In diesem Bereich ist die Landi Seeland die umsatzstärkste Landi in der Schweiz.»

Neu ist Peter Liniger aus Courlevon Fachgruppenmitglied. Er ersetzt Martin Keller aus Clavaleyres. Urs Braun aus dem aargauischen Oftringen wurde neu als Delegierter der Fenaco in den Verwaltungsrat der Landi Seeland gewählt. Fritz Reber, Leiter Getränkehandel, wurde per Ende April 2019 pensioniert – nach knapp 40 jähriger Tätigkeit in der Organisation. Martin Schmid würdigte seine Verdienste und dankte ihm für das langjährige Engagement und seine Loyalität.

Bauernverband kritisiert
Im Anschluss an die Versammlung referierte Urs Schneider, stellvertretender Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes über das Thema «Landwirtschaft im Fokus – Initiativenflut und Agrarpolitik: Was will das Volk und was die Bauern?». Die Landwirtschaft sei zu einer Projektionsfläche für viele Wünsche und Sehnsüchte geworden, insbesondere in Bezug auf Umweltanliegen. Dies habe sich auch in mehreren Volksinitiativen manifestiert. «Diese treffen emotionale Themen, wie den Schutz des Trinkwassers, sind aber extrem und tragen den Leistungen der Landwirtschaft und der positiven Entwicklung überhaupt nicht Rechnung», sagt Schneider. Dort wo es noch Herausforderungen gebe, werde die Landwirtschaft die Hausaufgaben schon machen. mt

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