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Müll

Kampf der illegalen Kerichtbereitstellung

Wer seinen Abfallsack in Biel zu früh auf die Strasse stellt, bekommt es womöglich mit der Bieler Abfallpolizei zu tun und riskiert damit eine Busse.

Symbolbild: pixabay

Seit die Stadt Biel vor drei Jahren eine Abfallpolizei eingesetzt hat, die systematische Kontrollen durchführt, hat die «illegale Bereitstellung» um gut die Hälfte abgenommen. Abfallsünder verursachen aber nicht nur der Stadt einen zusätzlichen Aufwand. So beklagte sich die Gemeinde Täuffelen-Gerolfingen unlängst in ihrem Newsletter, dass in den Sammelstellen vermehrt eine Unordnung festgestellt wurde. Ursache waren zu früh deponierte Kehrichtsäcke, die von Tieren aufgerissen und durchwühlt wurden. Diesem Problem begegnet die Gemeinde Vinelz mit Containern bei den Sammelplätzen. Allerdings sind diese in den Sommermonaten in der Ferienhauszone am See oft nicht gross genug. Ein anderes Problem, das den Gemeinden zu schaffen macht, sind die illegalen Abfallentsorgungen im Wald. Hier drohen Bussen bis zu 1000 Franken.  pst 

Lesen Sie die Hintergründe über den Kampf der Stadt Biel und der Seeländer Gemeinden gegen die Abfallsünder mit unserem BT-ABO. 

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Bieler Abfallpolizei macht sich bezahlt

«Auch in Biel stellt die zu frühe Bereitstellung der Abfallsäcke ein Problem dar», sagt Sabrina Deubel von der Direktion Bau, Energie und Umwelt. Im Jahr 2012 hat man schliesslich Massnahmen ergriffen: Eine Abfallpolizei ist ins Leben gerufen worden.

Seither sind jeden Tag zwei Kontrolleure unterwegs, die allgemein falsch bereitgestellten Abfall unter die Lupe nehmen. Beim ersten Mal werden Fehlbare schriftlich auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht, erläutert Deubel. «Im Wiederholungsfall werden die Verursacher dagegen zur Anzeige gebracht und gebüsst.»

Die Erfahrungen mit der Abfallpolizei sind ihr zufolge gut: «Dank der systematischen Kontrolle hat die illegale Bereitstellung gegenüber 2012 um 55 Prozent abgenommen.» Für das laufende Jahr zeichnet sich laut Deubel eine weitere Abnahme ab. Und sie ist zuversichtlich, dass sich die Situation durch die Kontrollen «noch stärker verbessern» wird.  bk

Kommentare

Boezinger

Es war eine Schnapsidee sondergleichen, für die Müllentsorgung Gebühren einzuführen. Das wäre das mindeste, was mit den Steuern abzudecken wäre!


Gulliver

Dachte immer in der Stadt Biel kann man alte Sofas und andere Möbelstücke einfach rausstellen und mit "Gratis" beschriften? Die Allgemeinheit zahlt dann ja die Entsorgung.


Biennensis

Das Thema Abfall ist eine unendliche Geschichte. Ich bin schon zufrieden wenn ich den Abfall „nur" in der Stadt sehe und nicht im Wald!


Georges

Oft werden Menschen gezwungenermassen zu „Sündern“ der Kehrrichtbereitstellung. Die Stadtverwaltung sollte einmal die Kehricht-/Abfallordnung auch mit etwas Logik überarbeiten, als nur mit einer Abfallpolizei und Bussen zu intervenieren. Man sollte, z.B. die Eigentümer von Mietobjekten verpflichten Abfallcontainer für die Mietwohnungen zur Verfügung zu stellen, natürlich dort wo und wenn es möglich ist. Und sehr oft ist es möglich! Dies ist heute leider nicht der Fall. Seit 4 Jahren bitten wir unsere Hausverwaltung einen Abfallcontainer zu organisieren. Platz hat es vor oder neben dem Gebäude und für den Müllabholdienst würde es auch kein Problem sein den Container zu leeren. Die Antwort der Hausverwaltung lautet immer: Die Gemeinde Biel muss ihre Bewilligung geben. Schön, wir warten noch! In unserem Quartier wird der Müll vor 6.30 Uhr gesammelt. Ältere Personen (Rentner/innen) müssen so schon um 6.00 Uhr aufstehen nur um den Müllsack aufs Trottoir zu stellen.


roenzgi

Tipp an die Abfallpolizei; Fahren oder laufen Sie mit offenen Augen die Bürenstrasse runter, die Schlösslistrasse rauf. Anschliessend machen Si sich auf den Weg Richtung Mettstrasse, Madretschstrasse…. und sie werden sehen, wo die Abfallsäcke zu früh oder zu spät hingestellt werden! Danke für Ihre Bemühungen


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