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Schüpfen

Grossaufgebot der Feuerwehr bei Silo-Brand in Schüpfen

Am Donnerstag ist in einem Silo in Schüpfen ein Feuer ausgebrochen. Fast 24 Stunden hat es gedauert, bis der Brand gelöscht war.

In diesem Holzschnitzel-Silo brach der Brand aus. bild: zvg/kapo bern

Gestern gegen 15 Uhr ist bei der Kantonspolizei Bern ein Brandalarm aus dem Holzbaubetrieb Stuberholz in Schüpfen eingegangen. Die ausgerückten Einsatzkräfte der Feuerwehr stellten vor Ort eine starke Rauchentwicklung aus einem mit Holzschnitzel und -spänen gefüllten Silo fest. Weitere Gebäude waren nicht vom Brand betroffen, der nahe Bürokomplex wurde aber aus Sicherheitsgründen vorerst evakuiert.
Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht hindurch und endeten gegen Freitag Nachmittag. Um 15 Uhr waren die Aufräumarbeiten bereits in vollem Gange.
«Die heiklen Punkte waren die kleinen Glutnester, die sich in der Holzschnitzelmasse ablagerten», sagt ein Feuerwehrmann der Feuerwehr Wohlensee Nord. Deshalb sei es nötig gewesen, das Silo komplett zu entleeren und alle Holzschnitzel zu nässen, da sonst weitere Brände hätten ausbrechen können.
Laut dem Wohlener Feuerwehrmann handelte es sich um 300 Kubik Material, das fortlaufend geborgen und mit Spezialgeräten gelöscht wurde.
Ein ungewöhnlicher Einsatz
Gemäss Phillipp Neuenschwander, Bezirkschef der Kantonspolizei Bern, erschwerten die kleinen Zugänge in das Siloinnere das Löschen zusätzlich. Der Löscheinsatz gehörte daher zu der ungewöhnlicheren Sorte, bei der Kreativität gefragt gewesen sei. «Dass es schneite, war natürlich auch nicht besonders angenehm, da dafür gesorgt werden musste, dass das Löschwasser nicht gefriert», sagt Neuenschwander. Die Feuerwehr wisse aber, wie mit solchen Wettersituationen umzugehen sei.
Das aufwendige Vorgehen erklärt die lange Dauer der Löscharbeiten und das damit verbundene grosse Aufgebot an Beteiligten: Insgesamt waren über 120 Angehörige der Feuerwehren Schüpfen, Münchenbuchsee, Lyss, Aarberg, Rapperswil-Bangerten, Wengi-Grossaffoltern, Wohlensee Nord sowie der Berufsfeuerwehren Biel und Bern im Einsatz. Nebst Feuerwehren und Polizei waren vorsorglich aufgebotene Ambulanzteams, Fachspezialisten des Amts für Wasser und Abfall sowie des Fischereiinspektorats des Kantons Bern vor Ort.
Drei Personen leicht verletzt
«Es kann immer wieder zu kleineren Explosionen im Siloinneren kommen», sagt Neuenschwander. Drei Feuerwehrmänner sind dadurch während des Einsatzes leicht verletzt worden. Zwei konnten vor Ort ambulant behandelt werden, der Dritte wurde ins Spital gebracht.
Neuenschwander sagt jedoch, dass der Einsatz grundsätzlich positiv verlaufen sei. Kleinere Zwischenfälle könnten immer vorkommen und man sei erleichtert, dass es während des risikoreichen Einsatzes nicht  zu grösseren Zwischenfällen gekommen sei.
Auch Markus Steiner, operativer Geschäftsleiter von Stuber-holz, ist froh über den grösstenteils reibungslosen Verlauf der Löschungsarbeiten. «Der Brand hatte keine weiteren Auswirkungen auf unsere Produktion», sagt er weiter. Das Silo hätte schon einmal gebrannt, jedoch sei das bereits 25 Jahre her.
Die Brandursache ist aktuell noch unbekannt. «An erster Stelle stand das Löschen des Brandes», sagt Neuenschwander. Die Ermittlungen können nun eingeleitet werden. pkb/npi
 

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