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Lengnau

Fall CSL Behring: Gesamtprojekt soll rechtzeitig fertig werden

CSL Behring gab heute bekannt, dass sie weiterhin auf den Standort Lengnau setzt und trotz der hängigen Beschwerde davon ausgeht, das neue Werk 2019 eröffnen zu können.

Symbolbild: bt/a

Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Einsprecherin, die den geplanten Neubau der CSL Behring in Lengnau bekämpft, vors Bundesgericht zieht. Heute Freitag bezieht nun auch das Unternehmen Stellung zur aktuellen Situation. Aus dem Mediencommuniqué ist zu entnehmen, dass das Unternehmen voraussichtlich am Standort Lengnau festhalten will und trotz der hängigen Beschwerde damit rechnet, das neue Werk 2019 eröffnen zu können.

Hier die Mitteilung des Unternehmens in leicht gekürzter Version:

Am 30. April 2015 hat die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK) die kantonale Überbauungsordnung mit Baubewilligung für das Industriegebiet Lengnaumoos erlassen. Dagegen haben zwei Personen Einsprache erhoben. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat den Entscheid der JGK am 30. Juni 2015 bestätigt und die Beschwerden abgewiesen, heisst es in der Medienmitteilung.

Daraufhin wurde noch eine Einsprache weitergezogen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hat diese am 24. September 2015 ebenfalls abgewiesen und den Entscheid des Regierungsrats bestätigt. Die beschwerdeführende Partei hat diesen Entscheid nun letztinstanzlich an das Schweizerische Bundesgericht weitergezogen. Dadurch muss CSL Behring RCF weiterhin auf die definitive Baubewilligung für den Bau der neuen Produktionsstätte zur Herstellung von rekombinanten Hämophilie-Therapeutika warten.

Erste Vorbereitungsarbeiten für den Bau wurden infolge der erteilten vorzeitigen Baubewilligung bereits getätigt, weitere werden folgen. CSL Behring RCF geht daher davon aus, den Zeitplan für das Gesamtprojekt einhalten zu können und das neue Werk 2019 in Betrieb zu nehmen.

CSL Behring RCF beabsichtigt in Lengnau drei neue Therapeutika für Menschen mit Bluterkrankheit (Hämophilie) in kommerziellen Mengen herzustellen und die Patientinnen und Patienten weltweit zu versorgen. mt

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