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Kallnach

Ein neues Dach zum 24. Geburtstag

Das 170-jährige Haupthaus vom Zoo Johns kleine Farm wird in den nächsten Wochen saniert. Das Dach ist stark verwittert. Das darunter liegende Heu kann bei Regen nass werden und faulen.

Bild: bt/a

Am 18. August 1996 wurde aus dem alten Bauernhaus und der ehemaligen Kiesgrube am Krosenrain 12 in Kallnach ein Zoo. Die Anlage wurde in den letzten zwei Jahrzehnten ständig weiterentwickelt. 2007 ging der Betrieb an den Trägerverein Johns kleine Farm über. Nach dem Futterküchen-Brand 2018 konnten die Räume im Erdgeschoss allesamt renoviert werden: das Vivarium mit der Wand der Schrecken, die Zoo-Cafeteriea, der Behandlungsraum sowie die Futterküche.

Doch seit Beginn weg wurde ein Projekt ständig aufgeschoben: die dringend notwendige Dachsanierung. Nun aber wird die Lage ernst: bei stärkeren Winden fallen Ziegel herunter und können nicht mehr ersetzt werden. Durch die immer grösser werdenden Löcher regnet es auf den Dachstock, auf dem sich das Heulager für die Zootiere befindet. Durch die Nässe kann das getrocknete Gras zu faulen beginnen und wird als Nahrungsmittel unbrauchbar.

Dank einer ausserordentlichen Solidaritätswelle während des Lockdowns, die insbesondere durch die fünfteilige TV-Serie «SRF bi de Lüt – echte Tierhelden» befeuert wurde, konnten nun genügend Mittel gesammelt werden, um das Projekt endlich umzusetzen. Zusammen mit Projektspenden und Stiftungsgeldern kann der Umbau nachhaltig erfolgen.

Unter der ehrenamtlichen Bauleitung von Hansueli Scheurer von Scheurer Holzbau Suberg wird der Dachstock ersetzt und ergänzt, das Dach vom Dachdeckergeschäft Alfred Sahli Kallnach neu eingedeckt und die Spenglerarbeiten von Bachmann Lyss AG erfüllt. Damit konnten Betriebe aus dem Dorf und der nahen Region verpflichtet werden. Durch den Umbau wird es am Kirchweg und Krosenrain zeitweise zu Engpässen kommen, die jeweils signalisiert werden.

Die Arbeiten dauern von Mitte August bis voraussichtlich Ende Oktober 2020. Der Zoobetrieb sollte kaum betroffen sein. Die im Haupthaus liegenden Volieren und das Vivarium sind wegen des Corona-Schutzkonzepts derzeit sowieso für die Besucher gesperrt. Der Zugang zu den Toiletten ist jederzeit gewährleistet. mt

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