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Mörigen

Der Wärmeverbund 
ist auf gutem Weg

Die Rechnung der Gemeinde Mörigen steht gegenüber dem Budget über eine halbe Million Franken besser da. Das gemeinsame Heizen mit Holz aus der Region stösst auf grosses Interesse.

Symbolbild: Pixabay

Obwohl das Traktandum Wärmeverbund nur informativen Charakter hatte, gab dieses an der Gemeindeversammlung bei den 55 Stimmberechtigten (7,8 Prozent) am meisten zu reden.

Nachdem das Projekt bereits letzten Herbst am Bürgerforum thematisiert worden war, konnte Gemeinderat Patrick Baumann nun mit konkreten Details aufwarten.

Der Heizkessel der Gemeinde- und Schulliegenschaften muss ersetzt werden. Bei dieser Gelegenheit möchte der Gemeinderat auf ein System mit erneuerbarer Energie umstellen. Bei einer Umfrage haben 74 Liegenschaftsbesitzer ihr Interesse bekundet, sich einem mit Holzpellets betriebenen Wärmeverbund anzuschliessen.

 

Planung schreitet voran
Vom guten Echo positiv überrascht, hat der Rat die Firma Econ in Lüscherz mit der Planung beauftragt. Geschäftsführer Kilian Grimm stellte den Stand des Projektes vor. Heizzentrale und Pellet-Silos kommen zwischen Gemeindehaus und Mehrzweckhalle in den Boden zu liegen. An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im Oktober wird der Rat das entsprechende Kreditbegehren zur Abstimmung bringen. Bei Annahme wird im Winter das Baugesuch aufgelegt und im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen. Nach Inbetriebnahme ist die Gemeinde für den Unterhalt zuständig. Das Holz für die Pellets wird aus der Region stammen.

 

Begrenztes Defizit
Markus Dängeli konnte einen erfreulichen Jahresabschluss vorlegen. Statt mit einem Defizit von 601 000 Franken schliesst der Gesamthaushalt mit einem Defizit von 79 000 Franken ab. Die Spezialfinanzierungen Abwasser und Abfall weisen je einen Ertragsüberschuss auf.

Die Rechnung fand ebenso unbestritten Annahme wie die Teilrevision des Gebührenreglements der Freizeitanlagen am See. Die Änderung betrifft die gewerbsmässige Zufahrt zum See. Bisher bezahlten die Bootswerften jeweils eine Pauschale. Neu erfolgt die Bezahlung nutzungsabhängig.

Für Daniel Karrer war dies die letzte Gemeindeversammlung in der Funktion als Finanzverwalter. Er geht Ende Juni nach 24 Jahren im Dienste der Gemeinde in Pension. Die Versammlung verabschiedete ihn mit einem langen Applaus. Anna Hofmann

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