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Grenchen

1500 Franken Busse für 
die Partygängerin

Trotz positivem Coronatest und Isolation hatte eine junge Frau Anfang Juli eine Party besucht. Nun wurde sie zu einer Busse verurteilt. Die Frau weist 
die Vorwürfe zurück.

Symbolbild: pixabay.com

280 Personen versetzte der Solothurner Kantonsarzt wegen «Camilla T.», wie sie manche Medien nannten, Anfang Juli dieses Jahres in Quarantäne. Dies, weil herauskam, dass die 21-Jährige mit positivem Coronatest das Ende der Quarantänefrist nicht abgewartet haben soll. Das Gesundheitsamt erstattete eine Strafanzeige. Nun hat die Solothurner Staatsanwaltschaft die Frau zu einer Busse von 1500 Franken verurteilt. Zudem soll sie die Verfahrenskosten von 400 Franken tragen. Dies teilte der Anwalt von Camilla T. gestern mit.

Die Staatsanwaltschaft sehe es als erwiesen an, dass eine Mitarbeiterin des Rückverfolgungs-Teams mit der Frau telefonisch über eine mögliche Vorverschiebung der Quarantänefrist gesprochen hatte, wonach die Frist am besagten Tag bereits abgelaufen gewesen wäre. Sie hätte aber eine schriftliche Bestätigung abwarten und sich so lange an die offizielle Verfügung halten müssen.

 

Anfechtung wird geprüft

Damit habe CamillaT. die Verletzung der Bestimmung in Kauf genommen. Camilla T. hält laut ihrem Anwalt nach wie vor daran fest, dass sie aufgrund des Telefonats davon ausgegangen war, keine Vorschrift zu verletzen. Sie werde sich in den nächsten Tagen entscheiden, ob sie das Urteil anfechten will.

Die Solothurner Staatsanwaltschaft bestätigte den Strafbefehl «wegen Nichtfolgeleistung einer angeordneten Quarantäne oder Absonderung im Sinne des Epidemiengesetzes». Die Staatsanwaltschaft weist aber darauf hin, dass der Strafbefehl noch nicht rechtskräftig ist. mt/bjg

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