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SGB fordert Mindestlohn und geregelte Arbeitsbedingungen

Die Corona-Krise hat laut dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) zu mehr Arbeitslosigkeit und zu prekären Jobs geführt. Der SGB fordert einen Mindeststundenlohn von 22 Franken und geregelte Arbeitsbedingungen.

(sda) "Die Corona-Krise hat in der Schweiz zu einem enormen Anstieg der Unterbeschäftigung geführt", teilte der SGB am Dienstag mit. Das Instrument der Kurzarbeit habe zwar viele Entlassungen verhindert. Doch auch nach der zweiten Welle seien ausserordentlich viele Berufstätige ohne Arbeit. Die jüngeren und die älteren Arbeitnehmenden seien überproportional betroffen.

Zudem sei es zu einem verstärkten Öffnen der Einkommensschere gekommen. Die Aussichten für die nächsten Monate seien beunruhigend. Auf dem Arbeitsmarkt sei keine substanzielle Erholung in Sicht. Der SGB fordert eine rasche Verlängerung der Kurzarbeit von 18 auf 24 Monate, um Entlassungen zu vermeiden.

Durch die Teil-Schliessungen der Wirtschaft seien prekäre Jobs gefördert worden, macht der SGB geltend. Die Schliessung der Restaurants etwa habe zu einem Boom bei den Essenslieferungen über Kuriere geführt. Diese hätten oft tiefe Löhne, unsichere Arbeitszeiten und eine schlechte soziale Absicherung. Nötig sind aus Sicht des SGB daher allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge, auch in neu entstandenen Jobs bei Kurieren und Online-Handel.

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