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Sommerakademie

Studierende aus drei Kontinenten

Heute beginnt die 31. Sommerakademie mit dem Opernkurs, geleitet von Brigitte Wohlfahrt und Mathias Behrends. Ein Gespräch mit dem Regisseur Mathias Behrends, dem Präsidenten der Internationalen Sommerakademie Biel.

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Interview: Daniel Andres

Was gibt es Neues an der diesjährigen Sommerakademie?

Mathias Behrends: Nichts grundsätzlich Neues. Wir sind glücklich, dass unsere bewährten Dozenten wieder mit den Studierenden arbeiten. Wen-Sinn Yang wird dieses Jahr im Turnus wieder die Celloklasse leiten, Christian Favre arbeitet seit vielen Jahren als Leiter der Klavierklasse mit uns. Gyula Stuller hat als Dozent der Violinklasse viele Studierende angezogen, und die Flötistin Verena Bosshart bringt mit alter und zeitgenössischer Musik eine besondere Note ein. Brigitte Wohlfahrt als Gesangslehrerin und ich als Regisseur arbeiten seit ein paar Jahren im Opernkurs zusammen, indem wir Gesang und szenische Arbeit verbinden. Und zum vierten Mal bringen wir eine Uraufführung. Diesmal haben wir den jungen Komponisten Valentin Bachmann, ein Schüler der Berner Kompositionsklasse, beauftragt, ein Werk für Cello und Orchester zu schreiben, das am Orchesterkonzert vom 13. Juli uraufgeführt wird.

Wieviele Studierende nehmen dieses Jahr teil und woher kommen sie?

Der Opernkurs hat fünf Teilnehmende, die Flöte sechs, Wen-Sinn Yang hat zehn Schüler, Gyula Stuller zwölf, und zehn Pianisten nehmen am Klavierkurs teil. Das sind realistische Zahlen für eine gute Arbeit mit den Studierenden und vor allem auch für die Arbeit mit Orchester. Wir hatten auch schon mehr Teilnehmer, aber da wurde zum Teil die Grenze für eine wirksame Arbeit überschritten. Es gibt ja bei uns keine Prüfung und keine Aufnahmebeschränkung, wir sind sehr offen. Der Geiger Gyula Stuller etwa schätzt gerade diese Offenheit im Gegensatz zum Unterricht an Konservatorien und Hochschulen, wo doch der Unterricht stark strukturiert ist. Wir holen die Schüler dort ab, wo sie momentan stehen. Die Studierenden kommen aus West- und Osteuropa, aus Asien und Amerika.

Wie werden sie auf die Sommerakademie aufmerksam?

Entweder durch den Kontakt mit den Dozenten, wenn diese schon ihre Lehrer sind, andere waren in früheren Jahren hier und kommen wieder, und schliesslich durch das Internet und den Versand unseres Prospektes an Konservatorien in ganz Europa. Ein wichtiges Motiv teilzunehmen ist die Möglichkeit, als Solist mit dem Orchester aufzutreten. Das Orchester nennt sich Philharmonisches Orchester Budweis, wird aber eigentlich speziell für die Bieler Sommerakademie gebildet. Die Qualität hat in den letzten Jahren gewonnen. Ein tragender Faktor ist der Dirigent David Švec, denn es ist für einen Dirigenten nicht einfach, alle halbe Stunde ein anderes Werk mit einem anderen Solisten zu proben. Dazu hat das Orchester eine neue Konzertmeisterin, die neue gute Musiker mitbringt.

Es können auch Zuhörer teilnehmen. Wie wird das praktiziert?

Jedermann, der Lust hat, kann an den Kursen als Zuhörer teilnehmen und das wird von einigen Leuten vor allem auch an den Orchesterproben gerne genutzt. Die Studierenden sitzen gelegentlich in den Lektionen ihrer Kollegen, manchmal wird das auch entweder von den Dozenten gefordert oder es ergibt sich aus der Kursarbeit, etwa wenn Kammermusik geprobt wird. Manche Dozenten organisieren auch Vorspiele, an denen die Studierenden ihren Kollegen vorspielen und so das Gefühl einer Konzertsituation erfahren.

Dieses Jahr finden die Kurse wieder im Volkshaus statt, welche Vorteile bringt das?

Vor allem haben wir den grossen Saal zur Verfügung, was für die Konzerte, vor allem die mit Orchester, sehr vorteilhaft ist. Wir haben auch etwas mehr Übungsräume für die Studenten als in der Burg, wo wir letztes Jahr waren. Wir waren letztes Jahr froh, in die HKB im Rosius ausweichen zu können, kehren aber gerne wieder ins Volkshaus zurück, wo wir mehr Platz haben.

 

Info: Alle Konzerte der Dozenten sowie die Abschlusskonzerte der Studierenden im Grossen Saal Volkshaus; mehr Informationen dazu gibts im Internet unter www.somak.ch/veranstaltungen

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