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Basel

Schweizer Buchpreis gibt die fünf Nominierten bekannt

Die fünf Nominierten für den Schweizer Buchpreis 2019 sind bekannt. Es handelt sich um Sibylle Berg, Simone Lappert, Tabea Steiner, Alain Claude Sulzer und Ivna Žic. Laut Communiqué vom Dienstag, hat sich die Jury für eigenwillige und überraschende Texte entschieden.

Symbolbild: Pixabay

Sibylle Berg treibt in ihrem Roman "GRM. Brainfuck" den entfesselten Neoliberalismus auf die Spitze und attackiert eine moralisch verkommene Zwei-Klassen-Gesellschaft. Das Buch sei "eine Mind Bomb von emotionaler Wucht", schreiben die Buchpreis-Verantwortlichen.

"Der Sprung" von Simone Lappert bezeichnet die Jury als raffiniert konstruiertes Geschichtenmosaik, bei dem ein einziger dramatischer Moment auf verschiedene Einzelschicksale einwirkt. Autorin Tabea Steiner schreibt in "Balg" von einem trügerischen Familienidyll und Alain Claude Sulzer in "Unhaltbare Zustände von einem alternden Angestellten.

Ivna Žic lege mit "Die Nachkommende" ein Debüt "von grossem Sprachbewusstsein und sinnlicher Intensität" vor, wie der Medienmitteilung weiter zu entnehmen ist. Die 1986 in Zagreb geborene und sowohl in Zürich wie in Wien lebende Autorin ist mit dem Erstling auch für den Österreichischen Buchpreis 2019 nominiert.

Geprüft wurden insgesamt über 70 Titel aus 45 Verlagen. Laut Jurysprecher Manfred Papst habe es darunter "viele interessante junge Stimmen" zu entdecken gegeben. Der Schweizer Buchpreis ist mit insgesamt 42'000 Franken dotiert. Der Preisträger erhält 30'000 Franken, die vier anderen Finalisten je 3000 Franken.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 10. November im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel im Theater Basel statt. sda

 

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