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Junges Theater Biel

"Le Primadonne" und „Die Goldkröten“ gesungen und gespielt von Jugendlichen

Seit vier Jahren bringt das Junge Theater Biel und die Hochschule der Künste Bern Kinder und Jugendliche mit Opern und Singspielen auf die Bühne. Die Kinder proben während 9 Monaten an ihrem Stück und lernen so die verschiedenen Facetten der Oper kennen: Theater, Gesang, Musik und Tanz..

Archivbild Junges Theater Biel, Symbolbild bt/a

(mt) Diese Projekte öffnen den Kindern die Tore zur Opernwelt und ermöglichen ihnen einen direkten und unmittelbaren Zugang zu Musik und Theater. In diesem Jahr sind in Biel zwei Produktionen zu sehen: „Die Goldkröten“ mit den jüngeren Kindern (Premiere am 24.4.13) und „Le Primadonne“, gespielt und gesungen von Jugendlichen (Premier am 4.Mai 2013).

Kinderoper „Le Primadonne“

Als Grundlage der Kinderoper „Le Primadonne“ dient die Thematik der Castingshows sowie Mozarts Oper „Der Schauspieldirektor“ und Literatur aus diversen Mozartopern. Alle Teilnehmerinnen der Show wollen die Besten, die Begehrtesten, die Angesehensten, die Schönsten, die Beliebtesten sein. Nichts genügt, was nicht im Superlativ erscheint. Alle ringen um Annerkennung, alle wollen Primadonna sein. Zum Gewinnen treten sie an – mit Mozartarien. Wie können die Figuren aus den Mozart-Opern in einem solchen Wettbewerb bestehen?
Der Moderator Frank Assel versteht es gut, die Kandidatinnen gegeneinander auszuspielen und sie durch Berg- und Talfahrten, Irrungen und Wirrungen zwischenmenschlicher Gefühle zu lotsen.Täuschung, Enttäuschung, Begehren, Aufrichtigkeit und Entscheidung werden zentrale Themen des Stücks und lassen das Drama rund um die Show entstehen.  

Vorstellungen „Le Primadonne“

Sa 4.5. 2013, 19:30h
So 5.5.2013, 11h
So 5.5. 2013, 15 Uhr

 

Singspiel „Die Goldkröten“

In dem neu geschriebenen Singspiel „Die Goldkröten“, welchem Schubertlieder und Volksliedgut als Basis dienen, sind Kinder von 7-12 Jahren aus Biel und der Region zu hören und sehen. Folgende drei Protagonisten treten auf: Das Wasser als fliessendes Grundelement (so wie es in zahllosen Liedern besungen wird); die Natur in Form von Pflanzen und Tieren, sowie  – als  egomane Profiteure – die Kröten. Durch ihr Gehabe stören sie die symbiotische Beziehung zwischen Wasser und Natur. Die Kröten wollen, angetrieben durch ihre Machtgier, das Wasser für sich alleine. Sie besetzten die Quellen und hindern so das Wasser am fliessen. Die verbleibenden Tümpel werden immer schmutziger, die Tier- und Pflanzenwelt immer durstiger. Jegliche Bitte der Natur und des Wassers wird von den Kröten ignoriert und eine grosse Dürre breitet sich aus. Die Verzweiflung der Natur vor Augen, beschliesst das Wasser, sich auch den Kröten zu entziehen. Nun gibt es nur noch einen Ausweg...

In Anlehnung an die zunehmende Vermarktung von Wasser in Petflaschen, spielt das Material Plastik für die Ausstattung eine zentrale Rolle. Plastik zieht sich in verschiedenen Variationen, Formen und Grössen wie ein roter Faden durch die Geschichte. Das zur Petflasche verarbeitete Plastik wird als Symbol des Kapitalismus gebraucht, bunte Plastiktüten werden zu Pflanzenkostümen verarbeitet und dünne Plastikfolien unterstützen das Gewand des rauschenden Wassers. Im Sinnes des Recyclinggedankens finden diese Utensilien in den Kostümen, Requisiten und Bühnenbild eine neue Verwendung. Ziel dieses Konzeptes ist es, den Kindern ein tieferes Verständnis für das Thema Nachhaltigkeit zu vermitteln und einen kreativen Umgang damit aufzuzeigen: Alle eingesetzten Elemente können sich vom Krötenkostüm zum Perkussionsinstrument oder zu bespielbaren und raumstrukturierenden Bühnenelementen verwandeln.

 

Vorstellungen "Die Goldkröten"

Mittwoch 24. April 15 Uhr und 19 Uhr, Stadttheater Biel

Donnerstag 25. April 10:15 (Schulvorstellung) und 19 Uhr, Stadttheater Biel

Aufführungsdauer: ca 1 Std.


 






 

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