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Pro Natura fordert mehr Ambitionen in der Agrarpolitik

Die Naturschutzorganisation fordert vom Bundesrat eine konsequente Ökologisierung der Landwirtschaft als Reaktion auf das immer grösser werdende Artensterben.

Symbolbild: Keystone

Pro Natura verkündet in einer Medienmitteilung, dass die Schweizer Landwirtschaft trotz Unterstüzungen mit Steuermilliarden bis heute kein Einziges der 2008 gesetzlich festgelegten Umweltziele erfüllt. Sie bezeichnet die heute vom Bundesrat verabschiedeten Agrarpolitik 22+ (AP22+) als mutlos und weist auf die ökologische Dringlichkeit hin. Ausserdem würde eine hohe ökologische Zielsetzung in der AP22+ den Bauern helfen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und aus den Negativschlagzeilen zu kommen.

Die Naturschutzorganisation fordert deshalb, dass die Agrarpolitik 22+ in der parlamentarischen Debatte eine klare ökologische Ausrichtung erhält. Höchste Dringlichkeit hat namentlich die Pestizid- und Stickstoffreduktion: Hier sieht die AP22+ zwar einen Absenkpfad bis 2030 vor, doch die vorgeschlagenen Massnahmen insbesondere im Bereich Stickstoff sind völlig ungenügend und werden selbst das sehr bescheidene Ziel einer Reduktion um 20 Prozent verfehlen, heisst es in der Medienmitteilung. mt

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