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Kantonspolizei Bern

Polizei setzt ab nächstem Jahr Bodycams für die Beweissicherung ein

Die Kantonspolizei Bern macht ab nächstem Jahr wenn möglich auch beweissichernde Aufnahmen mit am Körper getragenen Videokameras.

Symbolbild: Keystone

Ab nächstem Jahr wird die Kantonspolizei Bern im Rahmen der gerichtspolizeilichen Tätigkeit teilweise auch mit am Körper getragenen Kameras beweissichernde Videoaufnahmen machen. Dies mit dem Ziel, strafbare Handlungen noch besser zu dokumentieren und damit zur Verfolgung von Straftaten beizutragen. Dafür ist bereits eine Rechtsgrundlage vorhanden. Für das Sichern von Beweisen darf die Kamera im Einzelfall eingeschaltet werden, wenn eine Straftat unmittelbar bevorsteht respektive zu befürchten ist, oder wenn eine Straftat bereits begangen wurde.

Vorerst jedoch kein flächendeckender Einsatz von Körperkameras
Der Regierungsrat erachtet eine flächendeckende Einführung von Bodycams derzeit nicht als angezeigt: Es sind diesbezüglich Fragen offen und es besteht auch kein dringender Handlungsbedarf. Pilot- und Testversuche vor allem ausländischer Korps haben zwar gezeigt, dass Bodycams für die Polizistinnen und Polizisten gerade bei der Arbeit im Patrouillendienst und bei Personenkontrollen zur Deeskalation beitragen können. Im Ausland werden sie deshalb auch eingesetzt, um Polizistinnen und Polizisten vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen. Zudem ermöglichen die Aufnahmen mehr Transparenz bei Handlungen der Polizei, heisst es in der Medienmitteilung. Insgesamt sind die namentlich im Ausland gemachten Erfahrungen aber uneinheitlich. Zudem gibt es aus Sicht des Regierungsrats noch nicht ausreichend beleuchtete Fragen bezüglich der Akzeptanz in der Bevölkerung – die Videoüberwachung im öffentlichen Raum wird auch kritisch beurteilt – und der Auswirkungen auf die Polizistinnen und Polizisten. mt

 

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