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Corona-Pandemie

Pilotversuch an Berner Schulen – Coronatests in 24 Schulklassen geplant

Diese und nächste Woche finden in sechs Schulen in insgesamt 24 Klassen erstmals Massentests statt. Durch die Testungen sollen Infektionen frühzeitig erkannt werden, sodass die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt und der Schulbetrieb aufrecht erhalten werden kann.

Symbolbild: Keystone

Der Kanton Bern bereitet sich für Corona-Massentests an Schulen vor. Diese und nächste Woche finden in sechs Schulen in insgesamt 24 Klassen von der 1. Klasse bis zur Sekundarstufe 2 zwei Pilotversuche für Massentests statt. Sie dienen als Vorbereitung für die geplanten flächendeckenden Testungen an bernischen Schulen nach den Frühlingsferien. Durch die Testungen sollen Infektionen von symptomlosen Erkrankten frühzeitig erkannt werden, sodass die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt oder zumindest verlangsamt und der Schulbetrieb aufrecht erhalten werden kann, heisst es in der Medienmitteilung.

Das Testverfahren beruht auf einer Speichelprobe, die unkompliziert in der Klasse gewonnen werden kann. Die Testungen sind freiwillig und anonym. Sie finden einmal pro Woche während den Unterrichtszeiten statt. Pro Klasse werden maximal zwei Gruppen gebildet. Diese Proben werden mit einer PCR-Analyse getestet, die eine hohe Präzision aufweist.

Zukünftig bis zu 160'000 Tests pro Woche
Die Schule wird anschliessend über die Testergebnisse informiert, diese meldet es weiter an die Eltern. Fällt das Testergebnis einer Probe positiv aus, müssen die Schülerinnen und Schüler aus dieser Gruppe in Quarantäne respektive Fernunterricht. Damit der Unterricht sichergestellt ist, kann die Klasse kurzzeitig auf Fernunterricht umgestellt werden. Die Schülerinnen und Schüler der positiven Gruppe müssen sich am selben oder spätestens am folgenden Tag, wiederum mit einem Speicheltest einzeln testen lassen. Positiv getestete Schülerinnen und Schüler müssen in der Quarantäne verbleiben. Der kantonsärztliche Dienst wird sie kontaktieren und die weiteren Anweisungen erteilen. Schülerinnen und Schüler der Klasse, die sich nicht am Test beteiligt haben und auch den Einzeltest nicht durchführen wollen, können vom kantonsärztlichen Dienst ebenfalls in Quarantäne versetzt werden. Die negativ getesteten Schülerinnen und Schüler können wieder am Präsenzunterricht teilnehmen.

Am Pilotversuch beteiligen sich vier Volksschulen (Lauterbrunnen, Bern-Betlehem, Thun, Evilard/Leubringen), ein Gymnasium (Kirchenfeld) und eine Berufsfachschule (Berufsfachschule des Detailhandels bsd) mit insgesamt 24 Klassen. Die erste Testrunde startet am 30. März mit operativer Unterstützung der Kantonspolizei, eine Woche später ist eine Wiederholung vorgesehen. Die Erfahrungen werden in den Frühlingsferien ausgewertet.

Die Bildungs- und Kulturdirektion und die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion möchten ab dem 3. Mai flächendeckend an Schulen im ganzen Kantonsgebiet die Massentests durchführen. Das bedeutet, dass ab Mai pro Woche 160’000 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte getestet werden könnten. mt



 

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