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Kanton Bern

Personalmangel in Heimen und Spitälern – der Kanton Bern sucht noch immer nach Fachkräften

In den Heimen und Spitälern des Kantons Bern bestehen teilweise grosse personelle Lücken aufgrund von Mitarbeitenden, die sich in Isolation oder Quarantäne befinden. Weitere Einsatzkräfte sind nun gefragt.

Symbolbild: Keystone

Die aktuelle Lage

Einige Heime erleben soeben grössere Corona-Ausbrüche. Insgesamt sind aktuell im Kanton rund 61 der knapp 300 Heime betroffen. 560 Heimbewohnerinnen und -bewohner sind mit dem Corona-Virus infiziert oder es besteht der Verdacht auf eine Ansteckung. Rund 3,5 Prozent der Mitarbeitenden befinden sich in Isolation oder Quarantäne, in einzelnen Heimen sind bis zu 50 Prozent der Mitarbeitenden betroffen.

Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion bittet Personen mit einer Ausbildung und/oder Erfahrung in den Pflege- und Gesundheitsberufen, die heute nicht mehr im Beruf tätig sind, ihre Fähigkeiten zu nutzen und in den Heimen und Spitälern für beschränkte Zeit auszuhelfen.

Vorbereiten auf Stufe «Orange»
Das Spitalamt hat die Spitäler des Kantons aufgefordert, sich auf die Phase «Orange» vorzubereiten. In dieser Phase werden die Aufgaben der Spitäler neu geordnet. Die Verfügbarkeit von Normal- und Intensivbetten wird weiter erhöht. Damit diese Kapazitäten frei werden, müssen alle planbaren Eingriffe verschoben werden, wenn dies medizinisch vertretbar ist.

Contact Tracing wird laufend ausgebaut
Das Contact Tracing des Kantons wurde weiter verstärkt. Zurzeit stehen 120 Personen im Einsatz, die von 30 Mitarbeitenden der Kantonspolizei und 70 Personen aus einem medizinischen Callcenter unterstützt werden. Durch die steil ansteigenden Fallzahlen war das Contact Tracing seit Mitte Oktober 2020 stark gefordert und es wurden wöchentlich zusätzliche Mitarbeitende angestellt. mt

 

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