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Bern

Mutmasslicher Enkeltrickbetrüger angehalten

Die Kantonspolizei Bern hat am Mittwoch in Bern einen mutmasslichen Enkeltrickbetrüger angehalten. Der Mann konnte nach einer entsprechenden Meldung aus der Bevölkerung bei einer vorgetäuschten Geldübergabe festgenommen werden. Der 21-Jährige wurde durch die zuständige Staatsanwaltschaft in Haft genommen.

Symbolbild: Pixabay

Am Mittwoch, 17. Oktober, kurz nach dem Mittag meldete ein Bürger bei der Kantonspolizei Bern, dass er womöglich soeben von einem Enkeltrickbetrüger angerufen worden sei. So habe ihn ein hochdeutsch sprechender Mann kontaktiert, der sich als angeblicher Bekannter ausgegeben habe. Der Anrufer führte am Telefon aus, dass er für eine lukrative Investition in Zürich dringend 60'000 Franken benötige. Diese wolle er noch am gleichen Tag in Bern durch einen Angehörigen seines Notars abholen lassen und die geliehene Summe am darauffolgenden Tag wieder zurückzahlen. Der Angerufene schöpfte Verdacht, sicherte dem angeblichen Bekannten aber zum Schein die Übergabe von Geld zu. In der Folge alarmierte er umgehend die Polizei über die Notrufnummer 117, heisst es in der Medienmitteilung.


Eine Überwachung wurde aufgezogen
Durch die Kantonspolizei Bern wurde am vereinbarten Übergabeort umgehend eine Überwachung aufgezogen. Im Zuge einer vorgetäuschten Übergabe konnte im Verlaufe des Mittwochnachmittags schliesslich jener Mann festgenommen werden, der das Geld in Empfang nehmen sollte. Es muss davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um jenes Mitglied der Täterbande handelt, welches das erhaltene Geld später an Mittäter im Ausland weitergibt. Die zuständige Kantonale Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte hat den 21-jährigen Polen mittlerweile in Haft genommen und beim Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft beantragt, heisst es weiter.


Ermittlungen aufgenommen
Die Kantonspolizei Bern hat weitere Ermittlungen aufgenommen. Um den Anrufer und allfällige weitere Mittäter identifizieren zu können, arbeiten die Berner Strafverfolgungsbehörden im Rahmen des sogenannten Joint Investigation Team in diesem Fall grenzüberschreitend unter anderem mit der Staatsanwaltschaft Warschau zusammen. pkb

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